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17.12.1999 - 

Angeblich nur ein Prozent der Chips betroffen

Intel bestätigt Fehler in Pentium-III-Prozessoren

MÜNCHEN (CW) - Nach dem Ärger mit dem für Rambus nötigen Chipsatz "820" mußte Intel nun einen Fehler in der neuesten Generation der Pentium-III-Prozessoren ("Coppermine") einräumen. Dieser kann dazu führen, daß ein PC erst nach zweimaligem Drücken der Starttaste hochfährt.

Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner erklärte, der Fehler trete "in seltenen Fällen" auf und sei bislang nur unter Laborbedingungen festgestellt worden. Beim Starten des Rechners schalte die CPU unter Umständen zunächst in den Testmodus, was zur Folge habe, daß der Bildschirm schwarz bleibt. Nach nochmaligem Drücken der Startaste fahre der PC ohne Einschränkung hoch.

In keinem Fall würden Daten verändert oder verlorengehen, betont man bei Intel. Das Problem sei erkannt und das Testing vor der Auslieferung erweitert worden. Mit der nächsten Anpassung des Produktionsprozesses (Stepping) werde das "Erratum", wie der Hersteller solche Mängel üblicherweise bezeichnet, behoben.

Vor der erweiterten Testphase sei der Fehler lediglich in einem Prozent aller Fälle aufgetreten, so der Intel-Sprecher. Da die PC-Hersteller vor der Auslieferung ihrer Rechner jeweils eigene Prüfungen vornähmen, sei die Wahrscheinlichkeit, "verschwindend gering", daß entsprechende Geräte an Endkunden gelangten. Dell hat unterdessen bestätigt, wegen möglicher Fehlfunktionen der Coppermine-CPUs die Auslieferung eines Modells seiner "Optiplex"-Serie verschoben zu haben.

Inwieweit bereits verkaufte PCs dennoch von dem Problem betroffen sind, konnte Intel-Manager Werner nicht sagen. Für Kunden dürfte es zudem schwierig sein, festzustellen, ob die eingesetzte CPU in jedem Fall korrekt arbeitet. Weil der Fehler unregelmäßig auftrete, gebe es für Anwendern nur die Möglichkeit, "den Rechner zehntausendmal ein- und auszuschalten".

Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen produziert Intel den Coppermine nicht im 0,25- sondern im 0,18-Mikrometer-Verfahren. Hauptsächlich wegen der Umstellung des Fertigungsprozesses auf das neue Verfahren hatte der Hersteller vor kurzem Lieferengpässe für diese Pentium-III-Variante einräumen müssen.