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Intel bestreitet AMD-Vorwürfe

06.09.2005
Intel will sein Monopol nicht ungesetzlich genutzt haben.

In einer 63 Seiten langen Antwort an das US-amerikanische Distriktgericht in Delaware hat Intel unter anderem bestritten, ein Monopol auf PC-Prozessoren zu besitzen. Das Unternehmen widersprach auch der Beschuldigung, Geschäftsbeziehungen von AMD mit PC-Herstellern zu blockieren, indem es Druck auf diese ausübe.

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www.computerwoche.de/go/

*79535: (Südkorea untersucht Intelpraktiken);

*78146: (EU durchsucht Intel-Büros);

*77667: (Intel-Chef wehrt sich);

*77681: (AMD verklagt Intel auch in Japan).

Außerdem wehrte sich der Chipgigant gegen die Behauptung, er benutze Mafia-ähnliche Methoden, um auf PC-Anbieter Druck auszuüben, sie einzuschüchtern und ihnen mit wirtschaftlichen Nachteilen zu drohen für den Fall, dass sie sich auf Geschäftsbeziehungen mit AMD einließen.

Es werde sich zeigen, schreibt Intel in seiner Erwiderung auf die Klageschrift von AMD von Ende Juni 2005, dass der Konkurrent an jedem Rückschlag und jedem Versagen, wofür es jetzt Intel verantwortlich machen wolle, selbst die Schuld trage.

AMD zeigte sich in einer ersten Einschätzung nicht verwundert über Intels Einlassungen. Die Fakten der illegalen Nutzung des Prozessormonopols seien aber klar und unwiderlegbar. Intel besteht aber darauf, dass seine große Dominanz im Prozessormarkt von der überlegenen Leistung und Preisgestaltung der eigenen CPUs und nicht von Wettbewerb verzerrenden Aktionen herrühre. Viele der Probleme, die AMD angeführt habe, seien mit mangelnden Produktionskapazitäten des kleineren Konkurrenten zu erklären.

AMD könne allenfalls reklamieren, dass Intel Strategien für Preisreduzierungen verfolge sowie Anreize für Kunden bieten würde. Günstigere Preise zu machen sei aber legitim und rechtlich nicht zu beanstanden. Im Übrigen argumentiere AMD nicht logisch: Einerseits behaupte das Unternehmen, Intel besitze ein Monopol, das es erlaube, höhere Preise zu verlangen. Andererseits erreiche Intel dieses Monopol, indem es die Preise senke. Hier sei ein offensichtlicher Widerspruch zu konstatieren. (jm)