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18.11.2005

Intel brennt Virtualisierung in Desktop-Prozessoren

Zusätzliche Schaltungen verbessern die Performance von Virtualisierungssoftware.

Die ersten Prozessoren, die für virtuelle Umgebungen konzipiert sind, bringt Intel auf den Markt: Pentium-4-CPUs mit einem Rechenkern (Core). Die Chiptypen "672" und "662" sind Modifikationen der Modelle "670" und "660". Sie enthalten zusätzliche Transistoren, welche die Leistungsfähigkeit von Virtualisierungssoftware verbessern sollen. Deren Hersteller wie VMware, Xensource und Microsoft müssen zunächst aber noch ihre Produkte an die Intel-Schaltungen anpassen, was in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten ist.

Die asiatischen PC-Hersteller Acer, Founder und Tongfang haben erklärt, umgehend Systeme mit den Virtualisierungs-Prozessoren auf den Markt bringen zu wollen. Bis dahin werden noch einige Wochen vergehen, denn Intel liefert momentan nur Muster aus. Die Massenfertigung soll Anfang nächsten Jahres anlaufen. Dann wollen auch Lenovo, Hewlett-Packard und Dell Systeme mit den neuen CPUs anbieten.

Die beiden neuen Chips mit Virtualisierungstechnik sind mit rund 600 beziehungsweise 400 Dollar recht teuer. Sie eignen sich in erster Linie für Desktops. Anfang nächsten Jahres möchte Intel die Spezialschaltungen auch in Xeon-Prozessoren für Server integrieren. Etwa zum gleichen Zeitpunkt will der Chiphersteller die Technik auch für den Pentium D mit zwei Rechenkernen angepasst haben. AMD plant ebenfalls Virtualisierungstechnik für Prozessoren. (ls)