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08.08.2003 - 

Wave Systems liefert zugehörige Software

Intel bringt Mainboards mit Sicherheits-Chip

MÜNCHEN (CW) - Intel will im vierten Quartal Hauptplatinen ausliefern, die ein "Trusted Platform Module" (TPM) enthalten. Der Hersteller Wave Systems soll dem Chipriesen Software dazu liefern, die die Sicherheitsfunktionen des TPM für PCs nutzbar machen.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben beide Unternehmen bereits unterzeichnet. Mit Hilfe des TPM sollen Anwender Daten ver- und entschlüsseln sowie auf gesicherten Festplattenbereichen abspeichern können. Außerdem kann der Chip dazu dienen, digitale Zertifikate zu speichern. Die Technik ist konform zu der von der Trusted Computing Group (TCG) entwickelten Spezifikation.

Die Kooperation sieht vor, dass Intel seine mit dem Sicherheitschip ausgerüsteten Motherboards für Desktop-PCs im Paket mit Waves Software "Embassy Trust Suite" an PC-Hersteller ausliefert. Als Gegenleistung zahlt Intel pro verkaufte Hauptplatine eine Gebühr an Wave, das eine ähnliche Vereinbarung bereits mit dem TPM-Hersteller National Semiconductor geschlossen hat. Weitere finanzielle Details der Abmachung wurden nicht bekannt.

Die Bemühungen der TCG könnten dazu beitragen, den Sicherheitsstandard von PCs zu erhöhen. Bis es so weit ist, müssen jedoch nicht nur ausreichend Rechner mit TPM verfügbar sein, sondern auch die entsprechende Software, um die Sicherheitsfunktionen zu nutzen. Erst vor kurzem teilte Adobe Systems mit, dass die neueste Version 6.0 seiner "Acrobat"-Suite mit Hilfe des in einigen IBM-Notebooks und -Desktops integrierten TPM-Chips Dokumente verschlüsseln kann. Anhand von in Dateien eingebetteten digitalen Signaturen lässt sich zudem sicherstellen, dass eine Datei auch tatsächlich von einer bestimmten Person erstellt und während des Transports nicht verändert worden ist. Adobe plant, IBMs Sicherheitssoftware "Embedded Security Subsystem" zu unterstützen, um Anwendern in Zukunft weitere Sicherheitsfunktionen zu bieten.

In eine ähnliche Richtung zielt Microsofts ehemals als "Palladium" bekannt gewordene Technik "Next Generation Secure Computing Base" (NGSCB). Der Hersteller will die Sicherheitsmodule auf Hauptplatinen nutzen, um einen Speicherbereich ("Nexus") als sichere Ablaufumgebung für Programme vor Manipulationen von außen abzuschotten. Künftige Windows-Versionen sollen entsprechende Erweiterungen besitzen, damit Anwender diese laut Microsoft optionalen Sicherheitsfunktionen nutzen können. Erstmals wird NGSCB in dem für 2005 angekündeten "Longhorn" enthalten sein. (ave)

Abb: TPM sitzt in der Hauptplatine

Das Trusted Platform Module (TPM) ist das Herzstück des Sicherheits-Subsystems von TCG-konformen Motherboards. Quelle: TCPA