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22.10.2004

Intel fällt vom Glauben an Taktraten ab

Einen 4 Gigahertz schnellen Pentium 4 soll es nun doch nicht geben.

Die seit zwei Jahren erkennbare Abwendung Intels von der Botschaft, steigende Taktraten seien der Königsweg zu schnelleren Chips, hat ein spektakuläres Opfer gefunden: Es wird keinen auf 4 Gigahertz getakteten Pentium 4 geben. Diesen Prozessor hatte Intel ursprünglich rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2004 versprochen, sein Erscheinen zwischenzeitlich aber schon auf Anfang nächsten Jahres verschoben. Der technische Grund der Absage ist die enorme Hitzeentwicklung hochgetakteter Chips, bei der Leckströme zwischen den Leiterbahnen und Bauteilen zu Fehlfunktionen führen können. Die Kosten, um diese Probleme in den Griff zu bekommen, wären nach Intel-Angaben zu hoch gewesen. Statt auf Taktraten setzt Intel jetzt auf die Verbindung mehrerer Rechenkerne in einer CPU. Das Unternehmen möchte für Desktops und mobile PCs Dual-Core-Prozessoren auf den Markt bringen. Allerdings kann Intel den ersten Chip dieses Typs nicht wie ursprünglich annonciert im nächsten Jahr freigeben. Jetzt ist vom ersten Quartal 2006 die Rede, nach dem Opteron ein weiterer Prestigeerfolg für AMD. Das Unternehmen will solche Chips auf Basis des 32- und 64-Bit-fähigen Opteron und des Athlon 64 ab Mitte 2005 fertigen. Die Codenamen der Entwicklung sind "Sledgehammer III" beziehungsweise "Toledo".

Um der Konkurrenz das Feld nicht ganz zu überlassen und das drohende PR-Loch zu füllen, will Intel andere Verbesserungen des Pentium 4 in den Vordergrund rücken. In erster Linie geht es dabei um eine Performance-Steigerung durch die Vergrößerung des in den Prozessor integrierten Cache-Speichers von 1 MB auf 2 MB.

Darüber hinaus möchte Intel bestehende Techniken wie 64-Bit-Fähigkeit und Hyperthreading verbessern. (ls)