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Halbleiterhersteller fährt wieder Gewinne ein:

Intel kauft Aktien von IBM zurück

26.06.1987

SAN FRANCISCO (CW) - Für rund 362 Millionen Dollar kauft die Intel Corp. 7,5 Prozent der Aktien vom Großkunden IBM zurück. Im Jahr 1983, als der kalifornische Halbleiterhersteller stark mit der japanischen Konkurrenz zu kämpfen hatte, erwarb Big Blue von seinem Chip-Lieferanten für etwa 250 Millionen Dollar rund 12 Prozent der Aktien. Bis 1986 erhöhte die IBM ihre Anteile auf fast 20 Prozent.

Im März 1986 brachte die IBM dann Bonds im Nennwert von 300 Millionen Dollar und einer Laufzeit von zehn Jahren auf den europäischen Kapitalmarkt. Nach 90 Tagen konnten diese Bonds in Stammaktien der Intel Corp. umgetauscht werden. Damit waren die Besitzer der Anleihen in der Lage, insgesamt 7,8 Millionen Intel-Aktien zu kaufen. IBM gab damals zum, den Mittelzufluß aus der Anleihe für "allgemeine Konzernzwecke" verwenden zu wollen.

Nach der neuerlichen Transaktion mit Intel ist die IBM noch im Besitz von 13,7 Millionen Aktien, was etwa 11 Prozent entspricht. Der Branchenführer gab an, aus dem Deal mit Intel in den Jahren 84/85 einen Gewinn von rund 108 Millionen Dollar gezogen zu haben.

Die Rückgabe der Aktien an Intel ist nach Meinung von Marktkennern Teil der Politik der IBM, in Zukunft Geschäfte nicht mehr nur mit den Großen der Branche zu machen.

Die Bilanzen des Halbleiterherstellers können sich seit Beginn 1987 wieder sehen lassen: Nach sechs mageren Quartalen mit Verlusten schreibt Intel im ersten Quartal dieses Jahres wieder schwarze Zahlen. Intels Geschäfte mit seinem Hauptkunden werden, wie Insider behaupten, um 15 bis 20 Prozent zunehmen. Auftrieb geben werde dabei das Geschäft mit den IBM PCs der neuen Generation, die mit dem Intel Chip 80386 ausgerüstet werden. Den Rückkauf der Aktien bezeichnet ein Sprecher aus dem Hause Intel als "ausgezeichnete Investition", welche die finanziell gute Verfassung des Unternehmens aufzeige.