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08.06.1990 - 

Höchstleistungs-Prozessor und Cache-Speicher

Intel schiebt Leistungsmarke für PCs wieder ein Stück höher

FELDKIRCHEN (CW) Mit einer Taktrate von 33 Megahertz für die 486-CPU hat der Marktführer unter den Prozessorherstellern die Leistungsgrenze für PCs wieder etwas nach oben geschraubt. Vor allem die Bereitstellung eines Second-Level-Cache-Moduls ist jedoch von Bedeutung.

Die neue 486-CPU soll nach Angaben von Intel bis zu 32 Prozent schneller sein als die erst vor zirka zwei Monaten ausgelieferte und als bugfrei geltende 25-MHz-Version. Den Durchsatz gibt man bei Intel mit 27 MIPS an, mit 49 000 Dhrystones soll die Festkomma- und mit 7,5 Millionen Whetstones doppelter Genauigkeit die Gleitkomma-Leistung zu Buche schlagen.

Bei dem Steckmodul "Turbocache 486" handelt es sich um den Second-Level-Cache, der anläßlich der Vorstellung der 486-CPU im April vergangenen Jahres für Mitte 1990 angekündigt wurde. PC-Hersteller wie NCR, Compaq oder ALR stellen diesen Cache-Speicher in ihren stärksten PCs als Eigenentwicklungen schon seit längerem bereit. Die zusätzlich erzielbare Steigerung an Systemleistung gegenüber Rechnern ohne diesen zwischen CPU und RAM geschalteten Speicher soll bis zu 15 Prozent betragen.

Das Cache-Modul paßt auf einen 113poligen Standard-Steekt sockel. Zur Installation sind nach Unternehmensangaben weder besondere Treiber noch Jumper-Einstellungen, Initialisierungen oder andere Integrationsprozeduren nötig.

Der "Turbocache-Baustein" enthält einen Cache-Controller mit etwa 500 000 Transistoren und schnellen statischen RAMs. Die Datenintegrität wird durch Paritätsprüfungen überwacht. Der Cache ist für die beiden CPUs mit einer Taktrate von 25 und 33 Megahertz verfügbar Der Anwender kann zwischen Kapazitäten von 64 und 128 KB wählen.

In einem System lassen sich bis zu vier Second-Level-Caches mit insgesamt 512 KB kaskadieren.

Das Modul erhält denselben Systemtakt wie der 486-Prozessor und liegt parallel dazu. Es ist für die Software völlig transparent. Es kann 16 Daten-Bytes in fünf Taktzyklen liefern, während - wie man bei Intel meint - solche Arbeitsspeicher-Zugriffe typischerweise durchschnittlich neun bis zwölf Taktzyklen bezogen auf 25 Megahertz Taktrate benötigen.

Das Modul enthält in einem SMD-Gehäuse (Surface Mounted Device) fünf bis neun Bauelemente. Hierzu gehören ein Cache-Controller 82485 und SRAMs.