Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

05.08.2005

Intel schränkt Fertigung von billigen Chipsets ein

05.08.2005
Der Hersteller konzentriert sich auf höherwertige Produkte, denn die Nachfrage ist stark.

Der weltgrößte Prozessorhersteller wird die Herstellung der Chipset-Typen 910GL, 915GL und 915PL herunterfahren, die in preisgünstigen Rechnern Verwendung finden. Stattdessen wird Intel seine Produktion auf profitablere und hochwertige Chipsets konzentrieren. Bestehende Lieferverträge mit Motherboard-Herstellern werden erfüllt, mehr aber nicht.

Die Fabriken sind ausgelastet oder werden umgerüstet

Diese Entscheidung wirkt zunächst verwunderlich, zumal die von den Produktionskürzungen betroffenen Prozessoren für rund ein Fünftel der Chipset-Verkäufe Intels aufkommen. Doch der Hersteller kann es sich leisten: Alle Fabriken sind komplett ausgelastet, denn die Nachfrage ist deutlich höher, als es die Marktanalysten von Gartner und IDC vorausgesagt hatten. Gekauft werden besonders Chips für mobile Produkte, beispielsweise die Centrino-Pakete, die aus Prozessor, Chipset und einer Wireless-Kommunikationskomponente bestehen.

Intel ist nicht in der Lage, kurzfristig seine Produktionskapazitäten auszuweiten. Neue Fertigungsstätten können erst im Herbst den Betrieb aufnehmen. Etliche bestehende Anlagen werden gerade auf modernere Verfahren wie 90 und 65 Nanometer Strukturbreite und größere 300-Millimeter-Wafer umgerüstet. Weitere Fabriken werden auf andere Produkte eingerichtet, um die neue Plattformstrategie in die Praxis umsetzen zu können. Der zufolge kapriziert sich Intel nicht mehr primär auf Prozessoren, sondern auf abgestimmte Komplettlösungen, die aus CPU, Chipset und weiteren Komponenten bestehen.

Intel plant keine Auslagerung der Produktion der preisgünstigen Chipsets an Firmen wie Taiwan Semiconductor Manufacturing oder United Microelectronics. Die Situation ist für einige fernöstliche und amerikanische Chiphersteller erfreulich. Via Technologies, Silicon Integrated Systems, ATI, Nvidia und andere dürften von der Angebotslücke profitieren und eigene Produkte an den Mann bringen. (ls)