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12.03.2004 - 

Hohe Lagerbestände bei PC-Herstellern dämpfen Chip-Nachfrage

Intel schraubt Erwartungen zurück

MÜNCHEN (CW) - Chipriese Intel hat seine Umsatzerwartungen für das laufende erste Quartal leicht zurückgeschraubt. Das Kerngeschäft CPUs bewege sich am unteren Ende der normalen saisonalen Nachfrage, teilte der US-amerikanische Konzern vergangene Woche in einem Zwischenbericht mit.

Intel erwarte nun einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,2 Milliarden Dollar, hieß es. Mitte Januar hatte der Halbleiter-Gigant noch Einnahmen von 7,9 bis 8,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt - und schon damals die Anleger verstimmt. Mit der jetzigen Ankündigung fiel der Kurs der Intel-Aktie nachbörslich am Donnerstag vergangener Woche erneut um rund zwei Prozent auf 29,11 Dollar. Mit 8,1 Milliarden Dollar liegt der mittlere Wert der neuen Prognose deutlich unter dem bisherigen Analystenkonsens von 8,27 Milliarden Dollar Umsatz. Er fällt jedoch immer noch 20 Prozent höher aus als die 6,75 Milliarden Dollar, die Intel im entsprechenden Vorjahresquartal als Einnahmen verbuchen konnte.

Finanzchef Andy Bryant wies darauf hin, dass die jetzt erwarteten Resultate noch im Rahmen der normalen Geschäftsentwicklung liegen. Grund für die reduzierte Prognose sei lediglich, dass das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum und in Japan schwächer als erwartet verläuft. Dort habe man mit einer ähnlich starken Nachfrage wie im Schlussvierteljahr 2003 gerechnet, als Intel mit 8,74 Milliarden Dollar den bis dato höchsten Quartalsumsatz der Firmengeschichte verzeichnen konnte. Ansonsten verlaufe das erste Quartal nach Plan, betonte Bryant. Die Unternehmen seien weiterhin damit beschäftigt, ihren Rechnerbestand zu aktualisieren. Im Bereich Kommunikationsschips entspreche die Nachfrage nach Flash-Memory- oder Xscale-Handheld-Prozessoren den Voraussagen von Mitte Januar. Insgesamt bekräftigte der Intel-CFO die Erwartungen seiner Company im Hinblick auf das Investitionsverhalten großer Anwenderfirmen in neue PC-Technologie. Es gebe ein "Aufwachen, aber noch kein Rennen" der Unternehmen.

Skeptischer äußerte sich John Lau, Analyst der US-amerikanischen Bank America Securities, gegenüber der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal". Viele PC-Hersteller hätten sich, so der Kenner der Halbleiterszene, in der zweiten Jahreshälfte 2003 mit einem zu hohen Bestand an Chips eingedeckt und aufgrund einer zu optimistischen Markteinschätzung vor allem zu viele Notebooks produziert. Der hohe Lagebestand sei nun im für die PC-Branche ohnehin traditionell schwachen ersten Quartal "abverkauft" worden; größere Orders nach Prozessoren wären deshalb ausgeblieben.

Eine Ergebnisprognose für die am 27. März endende Berichtsperiode wurde nicht abgegeben. Intel erklärte lediglich, man rechne unverändert mit einer Bruttomarge von zirka 60 Prozent - plus oder minus einen Prozentpunkt. Im Vergleichszeitraum 2003 hatte die Bruttomarge bei 52 Prozent gelegen, im vorangegangenen vierten Quartal bei 63,6 Prozent. Den offiziellen Quartalsbericht will Intel am 13. April vorlegen. (mb/gh)