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27.09.1991 - 

Programme von der Stange für High-end-PCs

Intel-Spezifikationen machen Unix-Software binärkompatibel

MÜNCHEN (CW) - Unix-Anwender mit High-end-PCs können künftig ihre Software von der Stange kaufen. Der Grund: Intel, Santa Cruz Operation (SCO) und AT&Ts Unix Software Laboratories (USL) haben jetzt die vor einem Jahr versprochene Edition 2 der "Intel Binary Compatibility Specificatons" (iBCS) für Binärkompatibilität auf Basis der 386- und 486-PCs veröffentlicht.

Der Vorteil der Binärkompatibilität liegt vor allem darin, daß die Entwickler nicht mehr für jedes Unix-Derivat eine eigene Variante ihrer Anwendung erstellen müssen. Dem Anwender erleichtert diese Kompatibilität den Softwarekauf, da er nicht mehr darauf achten muß, ob das jeweilige Produkt für seine Systemumgebung geeignet ist.

SCO-Angaben zufolge laufen nun alle Anwendungen, die für Xenix 386 sowie die 386er-Versionen des AT&T-Unix, Release 3.2 und Release 4.0 erstellt wurden, unverändert unter jedem dieser Systeme. Auch die Interactive Systems Corp., bedeutendster Mitbewerber im Markt für PC-Unix-Derivate, will die Intel-Spezifikationen ab der nächste Version ihrer PC-Varianten von System V, Release 3.2 und 4 berücksichtigen. SCO spricht daher von Tausenden von Applikationen, die jetzt von der Stange zu kaufen seien.

Die kürzlich angekündigte PC-Version des Unix-Betriebssystems Solaris von Sun Microsystems wird den iBCS2-Spezifikationen zumindest in der ersten Version jedoch nicht folgen. Die Techniker von Sun sehen darin, so das Unternehmen, einen Rückschritt, der die Möglichkeiten des Betriebssystems unnötig einschränken würde.

Die Spezifikationen von iBCS Edition 2 erweitern die ursprüngliche Intel-Richtlinien durch eine Palette von Schnittstellendefinitionen, wie sie in den Unix- und Xenix-Betriebssystemen von SCO bereits verwandt werden. Bei der Vorstellung stieß das Projekt von Intel, SCO und USL auf breite Zustimmung. Sowohl Vertreter von Organisationen wie der Open Software Foundation (OSF), Unix International und X/Open begrüßten die Initiative als auch Softwarehersteller wie Uniplex und Ingres.