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11.08.2006

Intel stellt endlich 3D-Treiber Open Source

Linux-Anwender erhalten leistungsfähige Grafiktreiber.

Der weltgrößte Chiphersteller hat unter www.intellinuxgraphics. org und dem Motto "Open Source Graphics for the masses" Linux-Treiber für seine aktuelle Chipset-Familie "965 Express" und zahlreiche von dessen Vorgängern ins Netz gestellt. Künftig wird Intel mit den Communities von X.org und Mesa zusammenarbeiten, um die Treiber zu verbessern. Für den Produktionseinsatz seien sie derzeit noch nicht geeignet; die frühzeitige Veröffentlichung solle aber das Bekenntnis betonen, freie Treiber für die hauseigene Hardware bereitzustellen, erklärte Intel.

Intel sieht sich mit dem Schritt im Vorteil gegenüber den Grafikspezialisten Nvidia und ATI. "Open-Source-Treiber zu haben gibt uns in diesem Markt einen großen Vorsprung", erklärte Dirk Hohndel. Der frühere Suse-Mann ist mittlerweile Chief Technologist in Intels Open Source Technology Center. Die neuen Treiber würden bereits mit anderen relevanten Open-Source-Projekten integriert, so Hohndel weiter.

Keine Heimlichtuerei

Die Free Software Foundation (FSF) äußerte sich erfreut über die quelloffene Freigabe der Treiber. "Das ist ein wichtiger Schritt in der Evolution der Industrie", kommentierte ihr Anwalt Eben Moglen. "Intels Schritt in Richtung besserer Interoperabilität mit freien Betriebssystemen durch die Aufgabe von Heimlichtuerei ist ein Zeichen für einen neuen Wettbewerbsansatz." In der Linux-Szene hoffen viele, Intels Maßnahme könne Nvidia und ATI bewegen, ihre Treiber ebenfalls Open Source zu stellen. Nvidia hat das bereits abgelehnt. (tc)