Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Server-Sparte trägt überdurchschnittlich zum Gewinn bei

Intel-Technik soll den Mainframes von Unisys Auftrieb geben

28.05.1999
MADRID (wh) - Nach der Konzentration auf das Dienstleistungsgeschäft fährt Unisys wieder vorzeigbare Ergebnisse ein. Mit neuen High-end-Servern für offene und proprietäre Betriebssystem-Plattformen will die einstige Main- frame-Company nun den Stellenwert des Hardwaregeschäfts hervorheben, das überdurchschnittlich zu den Gewinnen beiträgt.

"Die Mainframes sind wieder zurück im Spiel", sagte Fred Ruessli, Vice-President Worldwide Marketing für Unisys'' Computer-Systems-Sparte am Rande der Konferenz der Unisys User Association (UUA) in Madrid. Nach der Konzentration auf das Dienstleistungsgeschäft und der Abgabe der PC-Produktion an Hewlett-Packard vor zirka einem Jahr habe sich die High-end-Server-Linie zu einem profitablen Wachstumsgeschäft entwickelt.

Die 1986 aus der Fusion der Mainframe-Schmieden Sperry und Burroughs hervorgegangene Unisys Corp. möchte die Big Irons neuerdings lieber als "Enterprise Server" wahrgenommen wissen. Bei der Entwicklung hin zum "offenen Mainframe" setze man "soviel Intel-Technik wie möglich ein", so Ruessli. Der aus der Schweiz stammende Manager sieht den Schlüssel für diese Entwicklung in den von Unisys entwickelten Multiprozessor-Architekturen "Heterogenous Multiprocessing" (HMP) und "Cellular Multiprocesing" (CMP). Das vor einem Jahr erstmals vorgestellte CMP-Konzept sieht unter anderem vor, die herstellereigenen proprietären CMOS-Mainframe-Prozessoren mit Intel-basierten Rechnerknoten über Crossbar-Switches innerhalb eines Rechners zu verbinden.

In den "Clearpath"-Servern des Anbieters lassen sich Legacy-Anwendungen unter den Mainframe-Betriebssystemen "OS 2200" und "MCP" über eine eigenentwickelte Middleware mit "offenen" Betriebssystemen wie Unix und NT verbinden. Nach der Lesart von Unisys benötigen Kunden diese Kombination, wenn sie ihre Altanwendungen weiterfahren wollen, gleichzeitig aber neue Web-basierte Applikationen für E-Commerce-Projekte einführen möchten.

Brian Hadfield, als Vice-President verantwortlich für die Clearpath-Systeme, nutzte die Veranstaltung für eine Erfolgsbilanz der Mainframe-Linie und die Vorstellung des neuen Spitzenmodells "Clearpath HMP IX6800". Auch mit Intel-basierten Servern geht Unisys in die Offensive. Das Achtwege-System "Aquanta ES5085" und der Einstiegsrechner "Aquanta ES2023" sollen die Geschäfte weiter ankurbeln.

Die Anstrengungen im Server-Geschäft spiegeln die anhaltende Bedeutung der Hardwareprodukte für die Geschäftsergebnisse von Unisys wider.

Obwohl der Anbieter im letzten Geschäftsjahr bereits rund zwei Drittel seiner Umsätze mit Dienstleistungen erwirtschaftete, tragen High-end-Server noch immer überdurchschnittlich zum Gewinn bei, räumte Ruessli gegenüber der CW ein.