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Pentium-III-CPU schafft 800 Megahertz Taktrate


24.12.1999 - 

Intel übernimmt Führung im Prozessor-Rennen

MÜNCHEN (CW) - Mit zwei neuen Pentium-III-Prozessoren verweist Intel den Konkurrenten AMD wieder auf den zweiten Platz im Wettkampf um den schnellsten PC-Prozessor. Intels CPUs arbeiten mit Taktraten von 750 und 800 Megahertz. AMDs schnellster "Athlon"-Chip schafft 750 Megahertz.

Der auf 800 Megahertz getaktete Pentium-III-Chip war erst zu Beginn des nächsten Jahres erwartet worden. Schnelle Fortschritte bei der Umsetzung der 0,18-Mikrometer-Technologie hätten den früheren Termin ermöglicht, erklärte Intel-Sprecher George Alfs.

Nach Ansicht vieler Marktforscher hat Intel allerdings nach wie vor Probleme mit seinen in 0,18-Mikrometer-Technologie gefertigten Pentium-III-CPUs. So liege der bereits im Oktober angekündigte 733-Megahertz-Chip immer noch nicht in ausreichenden Stückzahlen vor, klagten viele PC-Hersteller. Ashok Kumar, Analyst bei US Bancorp Piper Jaffray, vermutet, Intel wolle aus Prestigegründen um jeden Preis mit dem schnellsten Chip ins nächste Jahrtausend wechseln, egal wie es um die Verfügbarkeit der CPU stehe. Es gebe allerdings Schwierigkeiten bei der Lieferung der neuen Pentium-III-Chips, so Kumar.

Nach Ansicht von Peter Glaskowsky, Analyst bei Micro Design Resources, könnte sich Intels Taktik als Eigentor erweisen. Zwar steigere die Führung im Megahertz-Rennen das Renommee des Herstellers. Jedoch mache Intel zuerst seinen Kunden den Mund wässrig und könne dann nicht liefern. Damit vergraule der Chiphersteller seine eigene Klientel, befürchtet der Marktforscher.

Den 800-Megahertz-Chip wird es in zwei Varianten geben: für einen Frontsidebus (FSB) mit 133 Megahertz, der die Vorteile des schnelleren Rambus-Arbeitsspeichers nutzen soll, und für den herkömmlichen, auf 100 Megahertz getakteten FSB. Der auf 750 Megahertz getaktete Prozessor wird nur für auf 100 Megahertz getaktete Hauptplatinen ausgelegt sein.

Der Preis der 800-Megahertz-CPU wird bei 851 Dollar liegen. Die 750-Megahertz-CPU soll 803 Dollar kosten. Gleichzeitig werden die übrigen Chips zwischen zwei und sieben Prozent günstiger. Der Preis der auf 733 Megahertz getakteten Pentium-III-CPU fällt um drei Prozent von 776 auf 754 Dollar. Das ist bereits die dreizehnte Preisenkung bei Intel in diesem Jahr. Laut Charles Glavin, Analyst bei Credit Suisse First Boston, ist dies ein Zeichen dafür, wie stark Intel unter Druck geraten sei. In der Vergangenheit habe es nur einmal pro Quartal Preissenkungen gegeben.