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Den Fuß im Internet-Backbone


31.03.2000 - 

Intel übernimmt Spezialisten für optische Netzprodukte

MÜNCHEN (CW) - Intel dringt weiter in die Domäne etablierter Netzprodukte-Anbieter vor. Die jetzt für 1,25 Milliarden Dollar in bar übernommene dänische Firma Giga A/S bringt vor allem Know-how für optische Hochgeschwindigkeitssysteme unter das Dach der Kalifornier.

Es handle sich um die achtzehnte Übernahme im Communications-Segment, bestätigt Intel-Manager Mike Richie die jüngste Akquisition, die sein Unternehmen in direkte Konkurrenz zu etablierten Herstellern wie Lucent Technologies bringt. Bereits im vergangenen Jahr hat der Branchenprimus für Rechnerprozessoren mehrere Milliarden Dollar in den Aufbau seiner neuen Internet Exchange Architecture (IXA) investiert - der Giga-Deal gilt nun als weiterer Meilenstein.

Die in Kopenhagen ansässige Firma hat sich auf das Design integrierter Chips für Highspeed-Glasfasernetze spezialisiert. Dabei nimmt Giga vor allem die leistungshungrigen Betreiber von Internet-Backbones wie Telekommunikationsunternehmen ins Visier. Ihnen werden programmierbare Siliziumbausteine entsprechend dem Sonet-Standard OC-192 für 10 Gbit/s beziehungsweise OC-48 für 2,5 Gbit/s angeboten.

Auch für den Gigabit-Ethernet-Standard zur lokalen Datenübertragung haben die Dänen erste Produkte. Laut Giga-Manager Finn Helmer, dessen Company im vergangenen Jahr 18,9 Millionen Dollar umgesetzt hat, arbeiten derzeit zehn bis 15 Hersteller an integrierten OC-192-Lösungen. Sein Unternehmen gehöre jedoch zu den wenigen, das diese Systeme auch in großen Stückzahlen liefern könne. Intels Internet-Exchange-Initiative kommt mit dieser Übernahme dem Herz der Hochleistungsnetze ein Stück näher. 1999 hatte der Konzern für 2,7 Milliarden Dollar die Firma Level One Communications übernommen, die Chips für das breitbandige Zugangsverfahren der Digital Subscriber Line (DSL) entwirft. Die Verbreitung dieser Technik verlangt zwangsläufig höhere Netzwerkkapazitäten bei den Providern selbst.