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11.01.2002 - 

Pentium-4- und Athlon-CPUs werden schneller

Intel und AMD gehen in die nächste Gigahertz-Runde

MÜNCHEN (CW) - Auch für das Jahr 2002 zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Prozessorhersteller AMD und Intel ab. Intel geht vorerst mit einem auf 2,2 Gigahertz getakteten "Pentium-4"-Chip in Führung. Doch AMD liegt mit seinem neuen "Athlon XP 2000+" nur knapp dahinter.

Die beiden großen Chiphersteller AMD und Intel bringen zu Beginn des Jahres neue Highend-CPUs auf den Markt. Intels aktuelles Flaggschiff ist ein auf 2,2 Gigahertz getakteter Pentium-4-Prozessor. Der Chip basiert auf einem im 0,13-Mikrometer-Verfahren hergestellten "Northwood"-Kern. Einen zusätzlichen Leistungsschub soll der auf 512 KB verdoppelte L2-Cache bringen. Bislang stellte der in Santa Clara ansässige Hersteller seine Pentium-4-CPUs im 0,18-Mikrometer-Verfahren her und stattete diese mit einem L2-Cache von 256 KB aus.

Mit dem neuen Herstellungsverfahren gewinnt der Halbleitergigant mehr Chips aus einem Wafer und kann damit seine Produktionskosten drosseln. Ferner verbrauchen die CPUs weniger Strom und geben weniger Hitze ab. Die Stromaufnahme verringert sich von 1,75 auf 1,5 Volt.

Kopf-an-Kopf-RennenAMD wird im ersten Quartal 2002 ebenfalls seine CPU-Produktion auf das 0,13-Mikrometer-Verfahren umstellen. Das jüngste Produkt der Prozessorschmiede aus dem kalifornischen Sunnyvale ist der auf 1,67 Gigahertz getaktete Athlon XP 2000+. Laut AMD-eigenen Benchmark-Tests soll der Chip um 23 Prozent leistungsstärker als ein Pentium 4 mit einer Taktrate von zwei Gigahertz sein.

Nach Ansicht von Experten wird es 2002 ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Konkurrenten geben. Auch der Preiskampf wird mit unverminderter Härte weitergehen, prognostiziert Nathan Brookwood, Analyst bei Insight 64. Intel werde die sinkenden Produktionskosten an seine Kunden weitergeben. Deshalb werde auch AMD seine Preise senken müssen.

Der neue Pentium-4-Chip kostet 562 Dollar. Der Preis für die Zwei-Gigahertz-Variante beträgt 364 Dollar. AMD verlangt für den Athlon XP 2000+ 339 Dollar. Die Preise gelten ab einer Mindestabnahmemenge von 1000 Stück. PC-Hersteller wie IBM, Dell, Compaq oder Hewlett-Packard haben bereits angekündigt, Systeme mit dem neuen Intel-Chip zu bauen. So soll ein entsprechender IBM-Rechner bereits Ende Januar auf den Markt kommen. Die Preise für die Highend-Systeme sollen etwa bei 2000 Dollar liegen.

Für Ende dieses Jahres visieren die Intel-Verantwortlichen bereits eine Taktrate von drei Gigahertz an. Doch davon will sich AMD nicht schrecken lassen. Mit der 0,13-Mikrometer-Technik sollen die neuen Chipkerne "Thoroughbred" und "Appaloosa" herauskommen. Im vierten Quartal will man mit dem 64-Bit-fähigen "Clawhammer"-Kern den Erzrivalen hinter sich lassen. (ba)