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22.12.2000 - 

Hersteller wollen von anderen Problemen ablenken

Intel und AMD legen Chippläne offen

MÜNCHEN (CW) - Intel und AMD haben ihre Prozessorpläne für die nächsten Jahre verkündet. Laut den angepeilten Leistungsdaten scheint das Mooresche Gesetz, nach dem sich alle 18 Monate die Leistungsfähigkeit der Computerchips verdoppelt, weiter Gültigkeit zu besitzen.

Intel hat auf einer Fachtagung in San Franzisko den nach eigenen Angaben kleinsten Transistor der Welt vorgestellt. Mit dem Bauteil wollen die Entwickler bis zu zehnmal schnellere CPUs fertigen als bisher, erklärte Andreas Dott, Prozessorspezialist bei Intel. Zukünftige Prozessorgenerationen könnten mit bis zu 400 Millionen Transistoren arbeiten und eine Taktfrequenz von zehn Gigahertz erreichen. Der schnellste Pentium-4-Chip beinhaltet 42 Millionen Transistoren und taktet maximal mit 1,5 Gigahertz.

Doch vorerst bleibt diese Technik Zukunftsmusik. Da die Chips in 0,03-Mikrometer-Technik gefertigt werden sollen - momentan visieren die Hersteller die 0,13-Mikrometer-Hürde an -, muss die kalifornische Chipschmiede neue Produktionsanlagen aufbauen. Ob das wie geplant bis zum Jahr 2005 zu schaffen ist, bleibt abzuwarten.

Die Planung von AMD reicht nicht so weit in die Zukunft. Der in Sunnyvale ansässige Intel-Konkurrent will bis zum Jahr 2002 eine Taktrate von zwei Gigahertz erreichen. Im kommenden Jahr soll die Taktfrequenz der "Athlon"-CPUs quartalsweise bis auf 1,7 Gigahertz gesteigert werden. Mit der neuen Chipgeneration will AMD auch den Markt für mobile CPUs stärker adressieren.

Ferner beabsichtigt der Chiphersteller 120 Millionen Dollar in seine Dresdner Produktionsanlage zu investieren. Damit möchte AMD den weltweiten CPU-Absatz von geplanten 28 Millionen auf etwa 40 Millionen Stück im nächsten Jahr steigern. Das würde einen Marktanteil von 30 Prozent bedeuten.

Die positiven Orakel kommen nicht zufällig zum jetzigen Zeitpunkt. Intel und AMD haben mit Absatzproblemen zu kämpfen. Beide Hersteller mussten ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsquartal herunterschrauben. Intel rechnet mit einem Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar und einer Stagnation im Vergleich zum Vorjahr. AMD wird sich mit Einnahmen von 1,21 Milliarden Dollar begnügen müssen, was etwa dem Niveau des vorherigen Quartals entspricht. Beide Hersteller machen für ihre Probleme die schleppende PC-Nachfrage verantwortlich.