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28.01.2000 - 

Stromspartechnik Speedstep vorgestellt

Intel und AMD reagieren auf Transmeta-Ankündigung

MÜNCHEN (CW) - Genau einen Tag vor der Crusoe-Premiere hat Intel seine neue Mobile-Pentium-Generation mit der Stromspartechnologie "Speedstep" vorgestellt. Der Termin dürfte nicht zufällig gewählt worden sein, offenbar wollte man Transmeta den Wind aus den Segeln nehmen.

Intel präsentierte dabei gleich zwei Neuheiten: Eine Hochleistungs-CPU für Notebooks mit 650 beziehungsweise 600 Megahertz Taktfrequenz und eine Stromspartechnologie. Und die war nötig, denn schnellere, höher getaktete Prozessoren schlucken deutlich mehr Strom.

Mit Erhöhung der Taktfrequenz steigt der Stromverbrauch linear an, entsprechend reduziert sich die Laufzeit der schweren Akkus. Intel hat aus der technischen Not eine Tugend gemacht - ohne Speedstep wäre eine Erhöhung der Prozessorleistung bei der derzeitigen Fertigungstechnik mit 0,18 Mikrometer Strukturbreite nicht möglich gewesen. Beim bisherigen Topmodell "Mobile Pentium III" mit 500 Megahertz erreicht die Stromaufnahme bereits über zehn Watt - ein für Notebooks kritischer Bereich. Ein weiteres Problem ist die dadurch entstehende höhere Abwärme - ohne Lüfter kommt praktisch kein Hochleistungs-Notebook mehr aus. Intel begegnet diesem Problem nun mit Speedstep - dabei wird beim Wechsel vom Netz- in den Akkubetrieb die Taktfrequenz von 650 Megahertz auf 500 abgesenkt.

Sparen im AkkubetriebZusätzlich wird auch noch die Spannung von 1,6 Volt auf 1,35 Volt reduziert - zusammen resultiert daraus ein Rückgang der Verlustleistung von 14,5 auf etwa acht Watt.

Die konkrete Implementierung des Speedstep-Systems hängt vom jeweiligen Notebook-Hersteller ab. Intel gibt für Taktfrequenz und Spannung zwei feste Betriebsmodi mit einem Sprung von 100/150 Megahertz und 0,25 Volt vor. Die meisten OEMs binden Speedstep in bereits vorhandene Stromspar-Konzepte ein. Warum das Produkt dem Anwender nicht mehr Freiheiten bei der Konfiguration bietet, wollte Intel bei der Präsentation nicht konkret beantworten. Ein denkbares Motiv könnten Marketing-Aspekte sein. Mit seinem neuen Prozessor demonstriert Intel seine Stärke im Mobilsegment. Selbst im Stromsparmodus leistet der Mobile Pentium III bei 500 Megahertz deutlich mehr als AMDs schnellste Mobil-CPU K6-3.

Lange Akkulaufzeiten bei PC-Notebooks sind wohl auch in Zukunft nicht zu erwarten, das ließ auch die zeitgleiche Vorstellung der namhaften Rechnerhersteller erahnen. Allesamt bauen sie Intels Top-CPU zunächst in ihre luxuriös ausgestatteten und stromhungrigen Highend-Modelle ein. Etliche voneinander unabhängige Tests bescheinigen den neuen Speedstep-Notebooks nur geringfügig verlängerte Akkulaufzeiten - maximal sind es 20 Prozent Zuwachs.

Auch AMD konnte dem Stromspar-Hype nicht widerstehen und präsentierte als dritter Hersteller zwei energieschonende Varianten des K6-2-Prozessors für den Embedded-Bereich. Die "Low-Power"-Variante des K6-2E ist mit Taktraten von 233 bis 350 Megahertz vorgesehen, die mit üblicher Spannung betriebene Version leistet bis zu 400 Megahertz.