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11.05.2001 - 

Quickblade-Rechner für Ende des Jahres erwartet

Intel und Compaq arbeiten an Stromspar-Servern

MÜNCHEN (CW) - Intel und Compaq wollen künftig bei der Entwicklung von platz- und energiesparenden Servern zusammenarbeiten. Die ersten Rechner sollen Ende des Jahres auf den Markt kommen. Grundlage der "Quickblade"-Server aus der "Proliant"-Reihe von Compaq wird Intels "Tualatin"-Prozessorarchitektur sein.

Intel wird für die jüngste Server-Familie aus dem Hause Compaq seine neue, unter dem Codenamen Tualatin entwickelte Prozessorarchitektur beisteuern. Die auf einem Pentium-III-Kern basierenden und im 0,13-Mikrometer-Verfahren hergestellten CPUs sollen nach Angaben des Halbleiterherstellers mit besonders wenig Strom auskommen. Ursprünglich hatten die Intel-Techniker die Tualatin-Technik für mobile Rechner vorgesehen.

Doch auch im Server-Umfeld wird der Stromsparaspekt immer wichtiger, erklärt Tom Garrison, Direktor für das Enterprise-Marketing im IA-32-Umfeld. Mit einem geringeren Strombedarf des Prozessors sinke auch der Aufwand für die Kühlung des Systems. Deshalb könnten die ServerHersteller mit Hilfe der Tualatin-Architektur kleinere und dichter gepackte Systeme bauen. Ziel sei es, bis zu 280 Prozessoren in einem Rack-System mit kleinformatigen Servern mit einer Bauhöhe von deutlich unter einer Höheneinheit (1 U = 1,75 Zoll = 3,94 Zentimeter) unterzubringen. Bislang konnten maximal 84 Dual-Prozessor-Rechner in ein Rack gepackt werden.

Um den Tualatin-Prozessor für den Server-Markt fit zu machen, plant der in Santa Clara ansässige Chiphersteller weitere Entwicklungen. So müssen beispielsweise entsprechende Chipsätze gebaut werden. Die Unterstützung von Error-Correction-Code-(ECC-) Speichermodulen und ein hoher I/O-Durchsatz sind weitere Voraussetzungen für einen Erfolg im Server-Geschäft. Anfangs werden nur Ein-Prozessor-Systeme möglich sein. Doch Intel arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Zwei-Wege-Maschine. Compaq steuert der Allianz seine Erfahrungen im Server-Geschäft bei. So sollen Ende des Jahres mit den Quickblade-Rechnern aus der Proliant-Reihe die ersten Systeme mit der neuen Architektur auf den Markt kommen. Allerdings hätten die Texaner keine Exklusivrechte an der Intel-Technik, erklärt Garrison. Zwar arbeite man in der Entwicklung mit Compaq zusammen, die Tualatin-Prozessoren werde Intel aber auch anderen Server-Herstellern anbieten.

Die ersten offiziellen Gespräche über eine Server-Allianz zwischen Intel und Compaq liegen bereits über ein Jahr zurück. Gearbeitet wird an dem Projekt schon seit neun Monaten. Laut Sally Stevens, Marketing-Director für die Density-optimized Server bei Compaq, testen bereits über 50 Kunden der Texaner die neuen Geräte. Allerdings hat sich der Markt in den letzten Monaten drastisch verändert. In erster Linie adressiert Compaq mit den neuen Servern junge Internet-Companies. Diese könnten mit den kleinformatigen, Rack-fähigen Rechnern eine leicht skalierbare Unternehmens-DV aufbauen. Mit der Krise im Dotcom-Bereich hat sich die potenzielle Kundenbasis in der letzten Zeit jedoch deutlich verringert.