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16.04.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1999

Intel und die Prophezeiung von Gordon Moore

Alle zwei Jahre verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf einem Chip. So lautet ein von Intel-Mitgründer Gordon Moore Mitte der 60er Jahre aufgestelltes und nach ihm benanntes Gesetz. Nicht genau, aber im wesentlichen hat sich diese Prophezeiung bestätigt. Vor 25 Jahren brachte Intel den 8-Bit-Prozessor 8080 heraus, dessen 6000 Transistoren, getaktet mit zwei Megahertz, ihm eine Leistung von 0,64 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS) brachten. Dieser Chip war die Basis für die ersten "Mikrocomputer": den "Altair" von Mits und den "8080" von Imsai. Fünf Jahre später erschien der 8088, ein Chip mit 29000 Transistoren, der zum Kern des ersten IBM-PCs wurde.

Im März 1982 begann die Serienproduktion für den 80286, einen 16-Bit-Chip mit 134000 Transistoren, Basis des wenige Monate später erschienenen PC-AT. Der Schritt zur 32-Bit-Plattform kam im Oktober 1985: Der 80386 von Intel enthielt 275000 Transistoren. Leistete der 80286 noch weniger als eine MIPS, so brachte es sein Nachfolger schon auf zwölf MIPS. Der 80486, vor genau zehn Jahren vorgestellt, schaffte mit seinen 1,2 Millionen Transistoren bei 66 Megahertz 54 MIPS.

Doch Intel bekam Probleme. Der hochgetaktete 486er neigte zur Überhitzung. Obwohl man sich bis zum März 1993 Zeit ließ, um den Pentium herauszubringen, produzierten dessen 3,1 Millionen Transistoren einen Rechenfehler, der Intel fast eine halbe Milliarde Dollar kosten sollte. Das schadete dem weltgrößten Prozessorhersteller allerdings ebensowenig wie die Dauerquerelen mit Rivalen wie AMD. Im Mai 1997 stellte Intel den Pentium II vor.