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Leistungsstärkste Zwitter-CPU im August


31.07.1992 - 

Intel zeigt den 486-Nachfolger erst auf der Comdex in Las Vegas

MÜNCHEN (jm) - Alle reden vom P5, aber keiner wird ihn vor der Herbst Comdex im November für eines seiner PC Systeme ankündigen können: Dies zumindest ist die Verlautbarung aus dem Hause Intel zum Thema 486-Nachfolger. Zwischenzeitlich können sich Anwender allerdings an einem zweiten Zwitterprozessor "486DX2" gütlich halten, den Intel am 10. August der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Der intern mit 66, extern mit 33 Megahertz Taktfrequenz arbeitende Prozessor ist damit die zweite CPU dieser Art im Intel-angebot. Einige Unternehmen wie die IBM, Compaq und ALR werden - wie Brancheninformationen besagen - in der Folge der Intelankündigung mit den Zwitterprozessoren in ihren PC-Systemen auf den Markt kommen.

Den lang erwarteten 486 Nachfolger mit Arbeitsnamen P5 - hausintern scheint die Bezeichnung 586 aus warenzeichenschutzrechtlichen Erwägungen gestorben zu sein - tauft Intel nach Informationen aus dem Unternehmen am ersten Tag der Herbst-Comdex somit am 16. November 1992.

Außerdem kündigte der Prozessor-Monopolist die Hauptplatinen-Bus-Spezifikation "PCI" (Peripheral Component Interface) an, die von allen wichtigen Herstellern wie IBM, HP, NCR, DEC, Compaq, Dell, Olivetti und Zenith unter anderem unterstützt wird. Mit PCI soll es laut Intel möglich sein, schnelle Peripheriekomponenten direkt an den CPU-Bus anzukoppeln und damit eine Anschlußmöglichkeit für direkt gekoppelte I/O-Subsysteme zu bilden.

Bislang brachten die Hersteller I/O Subsysteme wie Grafik- oder Netzwerkadapter oder Multimediasysteme auf- ISA-EISA- oder Mikrokanal-Karten unter. PCI soll dagegen eine standardisierte, lokale Hauptplatinen-Busschnittstelle bieten, die die Peripheriekomponenten vom CPU-Bus abtrennt.

PCI ist ein gemultiplexter Bus mit Erweiterungen, die zusätzliche I/O-Eigenschaften erlauben. So soll über das Interface eine Datendurchsatzleistung von bis zu 132 MB/s über einen gemultiplexten 32-Bit-Adreß und 32 Bit-Datenbus erzielt werden können.

Ferner würde PCI bei Multimedia-Anwendungen den gleichzeitigen CPU- und Speicherbetrieb erlauben.

PCI bietet unter anderem ferner eine programmierbare Burstübertragungsrate, Busarbitrierung für Einzelzugriffe, Resourcen-Locking, synchronen DC-Betrieb bis 33 Megahertz, Kompatibilität mit Standard-Asics sowie den DMA-Betrieb (Direct Memory Access) mit jeweils drei Teilnehmern.