Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.04.2003 - 

Controller verdoppelt Datendurchsatz im Desktop

Intel zündet 10-Gigabit-Turbo im Server

MÜNCHEN (CW) - Intel will die schnellen Ethernet-Techniken Gigabit Ethernet (GE) und 10 Gigabit Ethernet (10GE) bis zum PC beziehungsweise Server bringen. Dazu hat der Chipgigant Controller, Server-Adapter und einen Transceiver angekündigt.

Zu den jüngsten von Intel angekündigten Komponenten zählen die beiden Controller "Pro/1000 CT Desktop Connection" und "Pro/1000 MT", die zwei Server-Adapter "Pro/10GbE" und "Pro/ 1000 MT Quad" sowie der Transceiver "TXN18107 10 Gbps XFP". Mit den Produkten verfolgt Intel laut Timothy Dunn, Vice President Intel Communications Group, das Ziel, PCs sowie Server für bandbreitenintensive Applikationen fit zu machen.

Besondere Aufmerksamkeit unter Analysten findet der 30 Dollar teure Controller Pro/1000 CT Desktop Connection. Laut Eric Mantion, Marktforscher der In-Stat/MDR, stiehlt der Controller den Server-Karten sogar die Schau, weil er den Datendurchsatz im PC fast verdoppelt. "Der Controller trägt definitiv dazu bei, Gigabit Ethernet endlich auch bis zum Desktop zu bringen", erklärt Mantion die Bedeutung des Produkts. Intel erreicht die Leistungssteigerung dadurch, dass Ethernet-Verbindungen nicht mehr über den PCI-Bus (PCI = Peripheral Component Interconnect) laufen, sondern im PC. Tests haben mit der neuen Methode eine Transferrate von 1672 Mbit/s ergeben, während mit PCI-Bus 928 Mbit/s erzielt wurden.

Der Controller ist laut Dunn an die Intel-Chipsets Springdale und Canterwood angepasst, die in Kürze auf den Markt kommen. Er basiert auf der neuen Communications Streaming Architecture (CSA) des Herstellers.

Direkter Draht zum Memory Controller Hub

Die CSA-Technik ermöglicht eine direkte Verbindung mit dem Memory Controller Hub der neuen Springdale- und Canterwood-Chipsätze und umgeht so den I/O-Controller-Hub. Dadurch bleibt mehr Bandbreite für andere I/O-Anwendungen. Die CSA-Verbindung unterstützt einen bidirektionalen Datenfluss von insgesamt 2 Gbit/s - das entspricht laut Intel der doppelten Bandbreite einer 32-Bit-PCI-Bus-Verbindung über einen I/O-Hub.

Ebenfalls 30 Dollar kostet der GE-Controller Pro/1000 MT Network Connection, der für leistungsstarke Laptops und Desktops konzipiert wurde. Der PCI-basierende Adapter soll sich durch geringeren Stromverbrauch sowie verbesserte Management-Funktionen auszeichnen.

Drittes Produkt im Leistungsspektrum von 1 Gbit/s ist der Pro/1000 MT Quad Port Server Adapter, der vier GE-Anschlüsse bietet und 575 Dollar kostet. Damit schafft er einen mehrfachen GE-Durchsatz, den automatischen Übergang von einem Port zum anderen sowie Verbindungen zu mehreren LAN-Segmenten. Gedacht ist die Network Interface Card (NIC) vor allem für den Einsatz in dichten Server-Umgebungen und Netzen mit hohem Datendurchsatz, die aber nur über eine begrenzte Anzahl an PCI- oder PCI-X-Slots verfügen.

Mit einem Listenpreis von 7995 Dollar stellt der ab Ende April erhältliche Server-Adapter Pro/10GbE LR die teuerste der jetzt von Intel vorgestellten Lösungen dar, spielt allerdings auch in der schnelleren 10-Gbit/s-Liga. Dem Chipkonzern zufolge handelt es sich dabei um die weltweit erste 10 GE-NIC, die speziell für Server entwickelt wurde und somit 10 Gbit/s schnelle Ethernet-Verbindung zwischen Switches und LAN-Servern ermöglicht. Bisher kam diese High-speed-Technik nur bei der Vernetzung in Supercomputing-Umgebungen zum Einsatz. Der neue Adapter unterstützt Entfernungen von bis zu zehn Kilometern über Singlemode-Glasfaser. Nach Ansicht von Marktbeobachter Mantion stellt diese NIC zwar eine interessante Entwicklung dar, mit einer großen Nachfrage sei wegen des noch geringen Interesses an 10 GE vorerst aber nicht zu rechnen.

Transceiver für SAN-Einsatz

Letztes GE-Produkt im Bunde ist der TXN18107 10 Gbps XFP Transceiver, mit dem Intel seine Reihe von optischen 10-GE-Komponenten erweitert. Der Transceiver arbeitet mit unterschiedlichen Datenraten wie OC-192, 10GE und 10 Gigabit Fibre Channel. Das Gerät besitzt eine Port-Dichte von bis zu 16 Ports pro Line-Card. Außerdem ist der Transceiver mit einer seriellen elektrischen Schnittstelle ausgestattet und dadurch Intel zufolge besonders für den Einsatz in Enterprise LANs und Storage Area Networks geeignet. Die Kosten werden mit 500 Dollar angegeben. (pg)