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24.01.1986 - 

Europageschäft stüzte Umsatz der Corporation:

Intelit mit 99 Prozent Gewinnrückgang

SANTA CLARA (ru) - Mit einem herben Gewinerdruckgang von 99 Prozent ist für Intel Corp. das Geschäftsjahr 1985 zu Ende gegangen. 700 Mitarbeiter, rund 3 Prozent der Belegschaft, werden überdies ihre Kündigung erhalten.

Lediglich einen Reingewinn von 1,57 Millionen Dollar erzielte Intel im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 198,2 Millionen Dollar im Jahr 1984. Dies dürfte einer der schwersten Gewinneinbrüche in der Branche sein. Allein im vierten Quartal mußte der Haus- und Hoflieferant von Siemens und IBM einen Verlust von 14,905 Millionen Dollar nach einem Reingewinn von 23,216 Millionen Dollar im Korrespondenzquartal des Vorjahres einstecken.

Wenn auch nicht so drastisch wie der Gewinn, aber immerhin um 16 Prozent auf 318 (416) Millionen Dollar ging der Umsatz zurück. Für Intel ist dieser Rutsch in den Keller Ausdruck der schlechten Bedingungen auf dem Halbleitermarkt. Vorstandsvorsitzender Gordon E. Moore erklärte, die Aufträge seien im Schlußquartal höher gewesen als in den drei Vormonaten. Allerdings bezeichnete er das Auftragsniveau nicht hoch genug, um das derzeitige Einnahmenniveau halten zu können.

Wie Intel schon im vergangenen Schlußquartal angekündigt hat, werden 700 Mitarbeiter ihre Kündigung erhalten. Vor etwa einem Jahr hatte die Gesellschaft bereits schon einmal 900 Beschäftigte entlassen und die Produktion durch Stillegung von Kapazitäten heruntergefahren. Im November 1985 hatte Intel die Aufgabe eines Wafer-Werkes und kurz zuvor umfangreiche Gehaltskürzungen für fast die Hälfte der Belegschaft angekündigt.

Hauptumsatzträger von Intel waren im vergangenen Geschäftsjahr Halbleiter. Das Ziel der Gesellschaft ist, künftig den Schwerpunkt des Umsatzes auf Systeme, auf Super-Mikrocomputer zu legen. So will die deutsche Tochter in den kommenden zwei Jahren 40 Prozent des Umsatzes mit Rechnern machen im Gegensatz zur Corporation sei das Geschäft in Deutschland positiv gewesen, erklärte ein Sprecher, ohne jedoch Zahlen zu nennen.

Das Europageschäft hatte im Fiskaljahr 1985 einen Anteil von 26 Prozent am Weltumsatz von Intel wobei die deutsche Tochter mit 40 Prozent den größten Brocken zum Europageschäft beisteuerte. Auf der Erfolgsleiter folgen die Dependancen in England und Frankreich.