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Neben dem Mythos der EDV-Zentralisierung:

Intelligente Dezentralisierung

13.11.1974

Die Faszination, die vom "Halbgott Computer" ausstrahlt, und verblüffende Rationalisierungserfolge verführen bis heute dazu, ihn zum Mittelpunkt der Organisation zu machen. Seit einem Jahrzehnt wird als Dogma verkündet, die Automation der Datenverarbeitung bewirke eine qualitative und quantitative Umschichtung im Betrieb: Die Zentralisation der Datenverarbeitung und der Informationsquellen soll die Hierarchie verkürzen und zur Zentralisation der Entscheidungen auf der obersten Managementebene führen.

Die Technokraten übersehen dabei den Verlust der Flexibilität in den zwangszentralisierten Organisationen. Der Verlust an Flexibilität wird nicht kalkuliert. Die Bindung der Organisation an den Computer hat den Gestaltungsspielraum im Dreieck Aufgabe-Mensch-Sachmittel erheblich eingeengt das Dilemma der Organisation!

Doch die Computertechnik ändert sich, entwickelt sich weiter und somit ändern sich auch die technischen Sachzwänge für die betriebswirtschaftliche Organisation.

Technologie-Stichworte wie "Mini", "Micro" haben für die Organisation Analogien wie "Dezentral " und "verteilte Intelligenz" (distributed intelligence).

Vorteile verteilter Intelligenz "Organisatorische Dezentralisierung" heißt heute, nicht mehr im starren System simple Ein-/Ausgabestationen als Anhängsel des Großcomputers zu betreiben Denn bei zunehmender Anzahl dezentraler Benutzer werden die Probleme der Organisationsänderung bei Hardware, Software, Dateien und Programmen in solch starren Systemen über die Maßen schwierig. Bei "verteilten Intelligenz" dagegen - mit Computerkapazität in hierarchischer Gliederung oder in Netzwerken - bleibt die Organisation bis zum einzelnen Arbeitsplatz manövrierbar.

Neben verminderten Übertragungskosten und größerer Sicherheit zählen wiedergewonnene Selbständigkeit und ein gewisses Gefühl der ebenbürtigen Systemzugehörigkeit bei den Benutzern zum organisatorischen Gewinn.

Konsequenzen auch für die Industrie

Wer baut die intelligenten Computer-Liliputaner? Tastatur, Druck- und Bildschirmausgabe kennen wir von der mittleren Datentechnik (Stammbaum: Büromaschinen). Technologie Leistung und Preis im Vergleich zum Minicomputer (Stammbaum: Prozeßrechner) lassen die meisten MDT-Computer aber als ältere Generation erscheinen. Die MDT-Firmen kennzeichnet betriebswirtschaftliches Know-how sowie breitorganisierter Vertrieb und Service. Die Minimacher bieten größere Flexibilität in der Basissoftware und in der Programmierung. Ehen erscheinen nicht ausgeschlossen, und Softwarehäuser könnten zum Standesamt werden. Nur darf man die "Großen" nicht außer acht lassen. Sie werden bestimmt nicht kleiner, aber auch sie wissen, daß man Intelligenz künftig verteilen muß.