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10.09.2004 - 

Verpasste Vorgaben und kein Zeichen der Besserung

Intels schwaches Quartal zieht die IT-Branche herunter

10.09.2004

Die Überraschung rührte vor allem daher, dass der Konzern bereits im Juli die Ziele reduziert hatte. Sollte Intel den Umsatz in der Mitte der aktuellen Prognose treffen (rund 8,45 Milliarden Dollar), wäre dies eine Verbesserung von fünf Prozent gegenüber dem direkten Vorquartal. Obwohl der Konzern im August die Preise seiner Prozessoren um bis zu einem Drittel gesenkt hatte, zog die Nachfrage nicht wie erwartet an. Dies betreffe alle Regionen, sagte Intels Finanzchef Andy Bryant, der explizit den Boom-Markt China mit einschloss. In den westlichen Industrienationen zeigt der PC-Markt, in erster Linie das Segment der Privatkunden, deutliche Anzeichen einer Sättigung. Zudem haben die Computerhersteller ihre Lagerbestände abgebaut. Hinzu kommt, dass viele PC-Bauer dazu übergegangen sind, nicht mehr die neuesten CPUs zu verwenden; statt dessen greifen sie auf billigere Komponenten wie die alten "Celeron"-Prozessoren zurück, um Kunden mit niedrigen Systempreisen zum Kauf zu verleiten.

Auch im Segment für Flash-Speicherchips, die beispielsweise in Handys verwendet werden, läuft der Intel-Motor nicht rund. Konkrete Zahlen nannte Bryant nicht, doch schloss er Abschreibungen auf Lagerbestände nicht aus, wenn sich die Situation weiter verschlechtern würde. Die Krise scheint inzwischen die gesamte Halbleiterindustrie erfasst zu haben: Zwar stieg das Marktvolumen im Juli um eindrucksvolle 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 18 Milliarden Dollar; im Vergleich zum Juni 2004 betrug das Wachstum jedoch lediglich ein Prozent. Der für 2006 erwartete zyklische Abschwung könnte vermutlich bereits im kommenden Jahr einsetzen. (ajf)

Intel in Zahlen

- Die Einnahmen im laufenden dritten Quartal sollen sich auf 8,3 Milliarden bis 8,6 Milliarden Dollar belaufen. Zuvor war Intel von einem Umsatz zwischen 8,6 Milliarden und 9,2 Milliarden Dollar ausgegangen;

- Die Bruttomarge wird auf 58 Prozent (plus oder minus einiger Prozentpunkte) taxiert. Zuvor war der Konzern von 60 Prozent (plus oder minus einiger Prozentpunkte) ausgegangen;

- Im Gesamtjahr erwartet Intel nun eine Bruttomarge von zirka 58 bis 60 Prozent nach zuvor rund 60 Prozent.