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25.11.1998 - 

AS/400 und RPG werden weiter unterstützt

Intentia-ERP komplett in Java geschrieben

MÜNCHEN (CW) - Der schwedische Softwarehersteller Intentia kündigt an, daß seine AS/400-Lösung "Movex" für das Enterprise Resource Planning (ERP) demnächst auch in einer komplett Java-basierten Version zur Verfügung steht. Release 11 der Standardsoftware wird in der entsprechenden Variante "Next Generation" (NG) sowie in der traditionellen Version "This Generation" (TG) auf den Markt kommen.

Damit gehört Intentia zu den ersten ERP-Anbietern, die ihr betriebswirtschaftliches Paket vollständig in Java geschrieben und dabei in Komponenten zerlegt haben. Bislang basierte das System auf einer Zwei-Schichten-Architektur (Two-Tier) und war Server-seitig im RPG-Code der AS/400 programmiert, während die Clients mit C++ entwickelt wurden.

Diese Technik wird auch in der kommenden TG-Version 11 von Movex beibehalten, die für das erste Quartal 1999 vorgesehen ist. Parallel dazu soll es den NG-Server geben, für den die Logik des Originalcodes in kleine Einheiten gekapselt und dann in Java umgeschrieben wurde. Damit verbunden ist auch das neue Design der Produktvariante, die auf einer n-Tier-Architektur mit Schichten etwa für das grafische Client-Interface, Applikationen und Datenbankzugriffe beruht.

Funktional sollen sich die beiden Movex-Linien nicht unterscheiden. Im Vergleich zur Vorgängerversion wurde Release 11 um mehrere Module erweitert, darunter eine Instandhaltungskomponente. Allerdings gibt es den NG-Server anfangs nur mit acht von insgesamt zehn Applikationen für Finanzen, Produktion, Logistik und Distribution - der Rest wird nachgeliefert. Die zwei Pakete werden mit den gleichen Schnittstellen und Benutzerverfahren arbeiten, auch die Win-32-Compliance und das Webtop-Dynamic-HTML-Interface sind den Angaben zufolge durchgängig.

Einen Migrationspfad zwischen der RPG- und Java-Welt will Intentia ebenfalls anbieten. Das dafür vorgesehene Toolkit erlaubt den Wechsel allerdings nur innerhalb der Version 11 beziehungsweise der Folgeprodukte. Wer von Release 10 auf Java schwenken will, muß den Umweg über Movex-TG in Kauf nehmen.

Intentia-CEO Björn Algkvist sieht das bestehende AS/400-Umfeld als "äußerst zuverlässige Plattform" an, dennoch wolle man eine langfristige Strategie in Richtung Java als "die Programmiersprache der Zukunft" bieten. Vorteile hat das neben der Systemunabhängigkeit auch in Form deutlich reduzierter Entwicklungszeiten, die im Vergleich zur C++-Programmierung um ein Drittel kürzer sein sollen.

Wie die Niederlassung des Herstellers in Ismaning bei München mitteilt, wird es Movex NG zunächst für OS/400 und NT geben. Das IBM-Betriebssystem eigne sich aufgrund der direkten Java-Unterstützung besonders gut. Diverse Unix-Implementierungen sollen folgen. Dies bedeutet laut Algkvist jedoch keine Abkehr von der AS/400-Welt. In die RPG-Linie werde man sicher noch fünf Jahre investieren.