Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.05.1996 - 

Beta-Version der neuen Software bei Bayerischer Vereinsbank

Interchip gruendet mit US-Kapital System-Management-Company

Das ist das erste Mal, dass Sevin Rosen und Charles River, bekannt durch Investitionen in Compaq Computer und Lotus Development, Geld in ein Unternehmen stecken, das ausserhalb der USA entwickelt, betont Alex Pinchev, Geschaeftsfuehrer der Interchip Distributed Systems GmbH, Muenchen, und President der Main Control Inc., die in Washington DC angesiedelt sein wird. Sevin Rosen erhalte pro Jahr etwa 1000 Finanzierungswuensche und unterstuetze etwa zehn Gruendungen.

Das Programm Main Control besteht im wesentlichen aus Funktionen zur Softwarekonfiguration und -Distribution sowie zum Datentransfer in PC-Netzen, wobei die Features ueber sogenannte Smart Agents zur Verfuegung gestellt werden. Die Betaversion, die bei der BV-Info GmbH, einem Tochterunternehmen und DV- Dienstleister der Bayerischen Vereinsbank, laeuft, verwaltet OS/2- Netze. Neben dem IBM-Betriebssystem sollen auch Windows- und Windows-NT-Umgebungen unterstuetzt und Unix-Plattformen eingebunden werden.

Main Control ermoeglicht laut Pinchev eine Zusammenfassung unterschiedlicher Datenbanken zu einer logischen, einheitlichen grafischen Oberflaeche und bietet ein Object-Request-Broker- basiertes Framework sowie ein einheitliches Sicherheits- Management.

Boersengang fuer's Jahr 2000 im Visier

Ende 1993 hatte die Interchip Systems GmbH von der Bayerischen Vereinsbank den Auftrag erhalten, eine System-Management-Software zu finden und zu installieren, die mehrere 1000 PCs verwalten kann. Da laut Pinchev jedoch kein geeignetes Produkt vorhanden war, entschloss sich das Unternehmen, selbst zu entwickeln. Das ueberstieg jedoch die Finanzkraft von Interchip, die im Jahr 1995 etwa 20 Millionen Mark Umsatz generierte. Man wandte sich an den deutsch-israelischen Kapitalgeber Star Venture, der unter anderem Spea und Fast finanziell unter die Arme gegriffen hatte. Doch Star Venture wollte das Risikokapital auch nicht allein aufbringen und stellte den Kontakt zu Sevin Rosen und Charles River her.

Fuer die Software-Erstellung gruendete Interchip gemeinsam mit der israelischen Firma Vormueller die Main Control Ltd. mit Sitz in Israel. Hier arbeiten 16 Entwickler. Noch 1996 soll die Mannschaft auf 30 Programmierer aufgestockt werden. Waehrend die Israelis das Design und die Entwicklung der System-Management-Loesung uebernehmen, sollen Qualitaetssicherung, Funktionserweiterungen, Portierungen und Vermarktung von den USA aus gesteuert werden. Die israelische Entwicklungsfirma ging bereits in der Main Control Inc. auf. Die sechs Millionen Dollar Risikokapital haben neben Seven Rosen, Charles River und Star Venture auch der niederlaendische Kapitalgeber Gilde und die New Yorker Finanziers Gibraltar aufgebracht. Interchip gehoeren rund 26 Prozent der amerikanischen Neugruendung, deren Stammkapital 13 Millionen Dollar betraegt. Ziel des Geschaeftsplans ist es, im Jahr 2000 den Aktienwert von derzeit einem auf zehn Dollar gesteigert zu haben, so dass der Boersengang moeglich wird. Waehrend in den USA das Produkt Main Control direkt vermarktet werden soll, sucht der Anbieter fuer den weltweiten Vertrieb noch nach geeigneten Distributoren.