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Angebot größer als Nachfrage:

Interesse an Datenbanken ist gering

06.06.1986

SOLOTHURN (sg) - Datenbanken stoßen bei den Eidgenossen auf nur wenig Gegenliebe. Noch immer liegt die Nachfrage deutlich unter dem Angebot. Dies brachte die von der Schweizerischen Studiengesellschaft für Kommunikation und Administration (SSKA) durchgeführte Tagung "Nichts geht mehr ohne Wirtschaftsinformationen auf Datenbanken" an den Tag.

So betonten die Fachleute der Veranstaltung, daß noch einige Hürden zu überwinden seien, bis die elektronischen Datenbanken in der Wirtschaft zu einem allgemein akzeptierten Arbeitsinstrument würden. Bedeutendstes Hindernis sind nach Ansicht von Elmar Wohlgensinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Marktforschungsinstituts IHA, derzeit die Abfragesprachen. Sie seien schon allein deshalb zu kompliziert, weil der Benutzer eine ganze Reihe ihm weitgehend unverständlicher Begriffe auswendig lernen müsse. Deshalb, so glaubt Wohlgensinger, werde eine Datenbank, deren Benutzung ein Handbuch erfordere, keine große Verbreitung finden.

Einen weiteren Hemmschuh für ein rasches Durchsetzen öffentlich zugänglicher Datenbanken sieht der IHA-Vorsitzende im Kostenaufwand.

So sollen sich die Preise für das Abrufen der Datenbanken zwischen 100 und 500 Franken pro Stunde bewegen.

Bei diesen Kosten könnten selbst die Datenbankbetreiber keine großen Gewinne verbuchen. Beispiel dafür sei Data Star der Radio Schweiz AG, die nach fünfjähriger Betriebsdauer in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben werde.