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Zweifel an Preiswürdigkeit neuer DEC-Systeme


15.03.1991 - 

Interesse an VAX 9000 durch ein breiteres Angebot schüren

MAYNARD/MÜNCHEN (CW) - Mit zehn neuen Rechnermodellen und interessanten Preisen will DEC die Aufmerksamkeit der Anwender und VAX-Kunden erregen.

Vor allem für den Einsatz in allgemeinen Engineering- und wissenschaftlichen Anwendungen konzipiert seien die "VAX-Server-9000"-Modelle 110, 310, 320, 330 und 340. Die Modelle 110 und 310 sind Monoprozessor-Systeme, während gemäß Bezeichnung die drei anderen mit zwei, drei respektive vier CPUs ausgestattet wurden.

Fünf weitere Rechner - Modell 110VP, 310VP, 320VP, 330VP sowie 340VP - stattete DEC mit Vektorprozessoren aus, die hohen Ansprüchen bei technischen Anwendungen gerecht werden sollen. Sie weisen jeweils gleich viele Vektorprozessoren wie Zentraleinheiten auf. Sowohl für skalare als auch für Vektor-Applikationen erhofft sich Digital für die neuen Systeme eine hohe Popularität.

Digital legt Wert auf die Feststellung, daß wegen der Einstiegspreise für die Rechner von weit unter zwei Millionen Mark ein neuer "Maßstab beim Preis-Leistungs-Verhältnis der Serie VAX 9000" gesetzt worden sei.

Hier allerdings äußern Analysten Zweifel und Kritik: Nach bisher bekannt gewordenen Informationen trimmt DEC die neuen VAXen auf die Funktion spezialisierter Server und bietet sie mit weniger Speicherkapazität, ohne Speicheradapter und ohne einen Instruktionen-Satz für kommerzielle Anwendungen an.

Die Modelle der 300-Serie bewegen sich preislich in dein USA zwischen 920 000 (Modell 110) und 3,7 Millionen Dollar. Gartner-Group-Analyst Peter Schay kommentierte DECs Angebot trocken: "Diese neuen Rechner stellen meiner Ansicht nach nichts anderes als eine Verpackungsübung dar mit dem Ziel, den Preis für diese Systeme niedrig zu halten."

Vor allem für Kunden, die ihre VAX-Cluster mit preisgünstigen Maschinen erweitern wollen, könnte DECs Angebot allerdings interessant sein, führte der Marktbeobachter weiter aus. Einige Kunden äußerten allerdings, mancher Anwender aus technischen Bereichen sei möglicherweise gezwungen, seine neuen VAXen nachträglich wieder mit Speicher auszubauen.

Eingedenk der hohen Preise für Speichernachrüstungen bei DEC - 1 MB kostet in Maynard etwa 1700 Dollar - könnte sich da für Third-Party-Händler ein lukratives Geschäft ergeben.

Die ab Sommer 1991 verfügbaren Server-Modelle der VAX-Serie 9000 lassen sich unter DECs Betriebssystem VMS und bei Modellen von bis zu zwei Prozessoren auch unter Digitals Unix-Derivat Ultrix fahren. Der Minicomputer-Marktführer konfiguriert die Systeme mit der Kommunikationssoftware "VMS/Ultrix Connection" und mit der Software "Pathworks" vor, mit der sich PCs an die VAXen anhängen lassen.