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10.09.1999 - 

Firmenchef gibt Intel die Schuld

Intergraph baut Stellen ab und bereitet Ausverkauf vor

MÜNCHEN (CW) - Intergraph Corp. entläßt 400 Mitarbeiter und gibt das Geschäft mit PCs und Standard-Servern auf. Das Unternehmen wird in neun relativ selbständige Bereiche aufgeteilt.

Die angeschlagene Intergraph Corp. steht vor größeren Restrukturierungsmaßnahmen, die zum Abbau von 400 Stellen führen. Der Hersteller will dafür im kommenden Quartal 20 Millionen Dollar bereitstellen und erwartet im Gegenzug Einsparungen in Höhe von sechs bis sieben Millionen Dollar pro Vierteljahr - nach Ansicht von einigen Finanzfachleuten ist das möglicherweise zuwenig, um die Verluste decken zu können.

Ab dem kommenden Jahr will Intergraph wieder die Gewinnzone erreichen. Dazu werden die Geschäftsaktivitäten in neun finanziell relativ unabhängige Bereiche aufgeteilt. Intergraph-President Manfred Wittler soll für die Abteilungen "Intense 3D" (Grafikchips und -karten), "Vizual Computing" (Workstations) und das Tochterunternehmen "Veribest" (elektronische Design-Automation) finanzstarke Partner suchen, die "komplementäre Technik und Vertriebskanäle beisteuern können". Getrennt hat sich das Unternehmen bereits von dem Bereich für Scanner "Anatech" (Scanner und Software), der an die Colortrac Inc. verkauft wurde.

Konzentration auf Software und Services

Intergraph selbst will sich in Zukunft auf die Bereitstellung von Services und Software für Nischenmärkte konzentrieren. Das Unternehmen macht Chipmogul Intel für die Misere verantwortlich. Beide Firmen überziehen sich seit Jahren gegenseitig mit Gerichtsverfahren und Patentrechtsklagen. Intergraph-Chef James Meadlock vermutet sogar, daß Intel an seinem Unternehmen ein Exempel statuieren will, weil "wir die erste Firma sind, die sich nicht unterworfen hat".

Wie aus der deutschen Niederlassung zu erfahren war, soll im Hardwarebereich die neugeschaffene Abteilung "Vizual Computing" spezielle Server und Workstations für die Zielmärkte Prepress, High-end 3D, Digital Media und Simulation anbieten. Für diesen Bereich sollen noch in diesem Jahr neue Workstations angeboten werden. Marketing-Manager Volker Heimannsberg teilte mit, die deutsche Niederlassung sei von den Entlassungen - zumindest im Bereich Hardware - nicht betroffen. Allerdings wird die Hardware-Abteilung in die Softwaregesellschaft eingegliedert.