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07.06.1996 - 

Vorschlag der Federal Aviation Administration

Internationales Datennetz soll Flugsicherheit erhöhen

Die Unglücksmaschine hatte in den vergangenen 18 Monaten bereits sieben Flüge wegen mechanischer Fehlfunktionen abbrechen müssen. Das stellte sich aber erst heraus, als die FAA nach dem Absturz alle relevanten Fakten zusammentrug. Die von unterschiedlichen Gruppierungen gesammelten Einzeldaten waren nicht miteinander in Verbindung gebracht worden. Deshalb blieben alle Warnzeichen unbeachtet.

Die Integration des vorhandenen Datenmaterials wäre also ein wirkungsvolles Mittel, um die Sicherheitsrisiken des Flugverkehrs kalkulierbarer zu machen. Zu diesem Zweck propagiert die FAA das von ihr konzipierte Global Analysis and Information Network (Gain). Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein geplantes Datenauswertungs-System für den internationalen Flugverkehr.

Nach den Vorstellungen der US-Behörde wird dieses Netz privat betrieben. Es soll alle sicherheitsrelevanten Daten enhalten, die Airlines, Piloten und verantwortliche Techniker bereits in Hülle und Fülle gesammelt und gespeichert haben. Mit Hilfe noch zu entwickelnder Methoden für Datenanalyse und -verteilung lassen sich, so das Plädoyer der FAA, kritische Datenmuster - sprich: mögliche Gefahrenquellen - quasi auf einen Blick erkennen. Auf diese Weise entstünde eine Art Frühwarnsystem, das die Chancen, Luftunfälle zu vermeiden, erheblich vergrößern würde - nicht zuletzt deshalb, weil es den Unsicherheitsfaktor Mensch weitestgehend ausschaltet.

Die FAA hat Gain nicht als monolithisches Data-Warehouse konzipiert, sondern als verteiltes Netz von Datenquellen. Das Informationssystem soll jedoch die für Data-Warehouses und konventionelle Datenbanken entwickelten Auswertungstechniken nutzen. Dazu zählen Data-Mining-Werkzeuge für Visualisierung, statistische Analyse und Mustererkennung.