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27.11.1974 - 

BRD unterrepräsentiert:

Internationales Software-Duell

BRÜSSEL - Eines der größten gegenwärtig geplanten europäischen Software-Projekte, ist die Programm-Entwicklung für Meteosat, ein meteorologisches Satellitensystem. In vier Bänden mit über tausend Seiten wurde die Ausschreibung spezifiziert. Über 600 000, - Mark kostet allein die Vorstudie, die innerhalb von vier Monaten abgeschlossen werden muß. Aufgabe des ersten Projektabschnitts ist es, aus der vorgegebenen funktionalen Systembeschreibung eine implementierungsspezifikation zu entwickeln. Auftraggeber ist die ESRO European Space Research Organization. International ist die Zusammensetzung der beteiligten Software-Häuser. Interessant ist, daß der erste Projekt-Abschnitt bewußt als Parallelentwicklung geplant wurde. Zwei Gruppen von Software-Häusern beschäftigen sich mit der gleichen Aufgabe. Es ist anzunehmen, daß eine der Gruppen nach Abschluß der Studie mit der endgültigen Entwicklung und Implementierung des Systems bis zum Start des Metosat 1976 beauftragt werden wird.

Im Rennen sind folgende Firmen: Gruppe 1 steht unter der Leitung von SESA (Frankreich), Logica (England), die mit SESA schon seit 1971 erfolgreich kooperiert und die SEMA (Frankreich) sind die übrigen Gruppenpartner. Wenn diese Gruppe den Folgeauftrag erhält, soll sie erweitert werden durch TEMA und FIM (Italien) und das Schweizer Unternehmen ACM.

Die zweite Gruppe besteht aus Datasaab (Schweden), SciCon (England), Christian Rovsing (Dänemark), Fides (Schweiz), Informatique internationale (Frankreich), italSiel (Italien), Read (Niederlande) und Softlab (Deutschland). Die belgische CSI übernahm Beratungsaufgaben. Datasaab leitet die Gruppe, den Projektleiter der ersten Phase stellt SciCon.

Die Zusammensetzung der Gruppe macht deutlich, welche Länder bei der internationalen Software-Entwicklung führend sind