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04.04.2003 - 

Peter Wagner ist neuer Präsident des Telecom-Branchenverbandes

Interne Querelen beim VATM

KÖLN (CW) - Der Telecom-Branchenverband VATM hat Peter Wagner zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Auf den Debitel-Chef dürfte ein hartes Stück Arbeit zukommen, denn hinter den Kulissen der Lobby-Vereinigung der privaten Telekommunikationsanbieter rumort es seit einiger Zeit gewaltig.

Die Neuwahl war erforderlich, weil Joachim Dreyer, der Vorgänger von Wagner im Amt des Debitel-Geschäftsführers, nach vier Jahren Präsidiumsarbeit nicht mehr zur Verfügung stand.

Auf den neuen Mann an der Spitze warten harte Auseinandersetzungen, denn der Verband, der sich als Gegenpol zur Deutschen Telekom versteht, war in den letzten Monaten mehr mit internen Querelen befasst als damit, dem Bonner Carrier Paroli zu bieten. Für Zwist sorgte in der jüngsten Vergangenheit vor allem, dass die kleineren Unternehmen des rund 40 Mitglieder zählenden Verbandes den Eindruck hatten, dass einige wenige große Netzbetreiber die Marschrichtung bestimmten. Ferner kam es immer wieder zu Interessenkonflikten zwischen Mobilfunkwiederverkäufern wie Debitel und Handy-Netzbetreibern wie O2 und E-Plus.

Ebenfalls umstritten ist die beschlossene Satzungsänderung, wonach jede der im VATM vertretenen Sparten Festnetz, Mobilfunk, Internet und Mehrwertdienste ein Mitglied im siebenköpfigen Präsidium stellt. Vor allem die kleineren Mitgliedsunternehmen befürchten, dass der Verband auf diese Weise zu einer Interessenvertretung großer Netzbetreiber mutiere. Ferner entzünden sich die Gemüter an der Person des neuen VATM-Präsidenten. So hätten zahlreiche Mitglieder einen Präsidenten aus den Reihen der Festnetzunternehmen bevorzugt. Viele bezweifeln nämlich, dass Wagner in seiner Doppelfunktion als VATM-Präsident und Debitel-Chef einen schlagkräftigen Kurs gegen die Deutsche Telekom fahren wird. Schließlich, so argumentieren die Kritiker, unterhalte Wagner als Manager eines Mobilfunkwiederverkäufers enge Geschäftsbeziehungen zu T-Mobile, der Mobilfunktochter der Telekom, und könne deshalb keine Integrationsfigur für den Verband sein. (hi)