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27.01.1984 - 

DB-Verwaltung erfolgt zentral, der Zugriff dezentral:

Internes 3-D-Obiekt als Zeichenbasis

SULZBACH (pi) - Für die Fertigungsindustrie bietet die Sperry GmbH aus Sulzbach im Taunus das System Unis-CAD für Konstruktions- und Fertigungslösungen an. Das CAD/CAM-System läuft mit einem Sperry-Rechner der Serie 1100.

Unis-CAD ist ein integriertes Konstruktions- und Fertigungssystem. Die Software erlaubt es, daß alle Aspekte des Entwurfs, der Konstruktion und Fertigung in einer gemeinsamen Datenbank gespeichert werden können. Diese Datenbank ist auf einem zentralen Rechner angelegt auf den mit dezentralen Rechnern zugegriffen werden kann.

Das Produkt setzt sich aus den Moduln Entwurfssystem, Ingenieurberechnungen, Zeichnungserstellung und numerische Steuerung (NO zusammen.

Der Teileentwurf wird mit dem Entwurfssystem vorgenommen. Es besteht die Möglichkeit der rechnerinternen Darstellung (RID) von Draht-, Oberflächen- und Volumenmodellen. Für die dreidimensionale Darstellung in Form des Volumenmodells wird nach Sperry-Angaben der in Deutschland entwickelte und mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung und Technologie geförderte "Baustein Geometrie" verwendet.

Das Modul "Ingenieurberechnungen" leitet aus der abgespeicherten Geometrie das Finite-Elemente-Netz ab. Dann wandelt das Programm die gespeicherte Modellinformation so ab, daß sie für die Berechnung mit Programmen wie zum Beispiel Nastran, Ices-Strudl abgerufen werden kann.

Die Zeichnungserstellung wird mit Unis-CAD vereinfacht. Das System entnimmt die Linien, die für eine 2-D-Konstruktionszeichnung erforderlich sind, aus dem rechnerinternen 3-D-Objektmodell. Dabei werden überlagerte Linien und Linien von der Länge Null ausgeblendet. Dies geschieht automatisch, nachdem der Zeichner die Ansichten definiert hat, in der das Teil dokumentiert werden soll. Sobald der Entwurf nach 2-D abgebildet ist, kann der Zeichner interaktiv Bemaßungen, Erläuterungen und spezielle Symbole hinzufügen.

Die "numerische Steuerung" (NO greift auf die Modellbeschreibung zurück. Wenn der Teileprogrammierer zum Beispiel geometrische Eigenschaften eines Entwurfs im Dialog mit dem System zuordnet, generiert das System die APT-Kommandos zur Geometriedefinition. Und wenn der Werkzeugweg ebenfalls interaktiv ausgewählt worden ist, generiert das System die zugehörigen RUN-Kommandos für den APT-Prozessor. Damit die spätere Bearbeitung auf einer oder mehreren NC-Maschinen sicher abläuft, kann mit dem System der Werkzeugweg am Bildschirm überprüft werden.

Das Programm stützt sich nach Mitteilung des Sulzbacher Unternehmens auf eine verteilte Systemarchitektur. Intelligente grafische Bildschirmgeräte und Vorschaltrechner unterstützen den Dialog zwischen dem Benutzer und dem Entwurfs-Zeichnungserstellungs-, NC- und PEM-Netzgenerierungssystem. Damit wird der Hauptrechner, ein System der Sperry-Computer-Serie 1100, entlastet.