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17.05.1996 - 

NCSA arbeitet an Java-basiertem Portierungswerkzeug

Internet-Applikationen werden mit Habanero Multiuser-fähig

Ziel des NCSA-Projekts ist es, eine Umgebung zu entwickeln, mit der sich für das Internet konzipierte Einzelplatz-Applikationen relativ einfach in Multiuser-Tools umbauen lassen. NCSA-Direktor Larry Smarr beschreibt Habanero als ein Software-Framework, das Anwendern via Web eine Zusammenarbeit ermöglicht. Smarr ist überzeugt, mit diesem Werkzeug einen ähnlichen, wenn nicht gar größeren Erfolg als mit dem "Mosaic-Browser" erzielen zu können. Dieser war ursprünglich eine Schöpfung des NCSA, bis er von diversen Anbietern vermarktet wurde.

Neben dem NCSA beschäftigt sich beispielsweise auch die Loral Aerosys Inc. mit Multiuser-Applikationen für das WWW. Die Company entwickelt im Auftrag des Goddard Space Flight Center eine Java-basierte Umgebung, in der Anwender gleichzeitig Telemetrie-Daten über das Web bearbeiten können. Darüber hinaus bastelt Loral in Verbindung mit dem Goddard Control Center an einer Java-Anwendung, die die Verteilung der durch das Weltraumteleskop Hubble gewonnenen Informationen erlauben soll.

Die geplanten Loral- wie auch Habanero-Produkte ähneln sich in einem Punkt: Als Java-basierte Systeme stellen sie plattformunabhängige Entwicklungsumgebungen dar. Larry Jackson, Leiter des Habanero-Projekts, gibt jedoch zu bedenken, daß der Umfang der Portierungsarbeiten abhängig von den Applikationen ist.

Ein Beispiel für den erfolgreichen Habanero-Einsatz ist die "Visible-Human"-Datenbank der National Library of Medicine, die bisher einzelnen Anwendern unter Verwendung eines Web-Browsers mit Java-Applets die grafische Arbeit mit den 3D-Bildern des menschlichen Körpers ermöglichte. Nach der Portierung können Professoren nun ihren Studenten chirurgische Techniken an den 3D-Bildern interaktiv online beibringen. Für die Zukunft sind noch weitere Anwendungen denkbar, so Alan Baratz, President von Javasoft, allerdings sind dazu weitere APIs für Video, Audio sowie 3D-Visualisierung zu entwickeln. Laut Baratz ist das Fehlen solcher APIs derzeit noch ein Schwachpunkt von Java.