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Thema der Woche

Internet ist kein Festnetz

20.02.1998

Dauerhaft verfügbare Übertragungsraten wie bei Festnetzen sieht die Architektur des Internet nicht vor. Die Väter des TCP/IP-Protokolls, auf dem das Netz der Netze basiert, konzentrierten sich auf die Ausfallsicherheit und nicht auf das Abwickeln von Transaktionen oder die Übertragung von Sprache. Zwar kommen die Informationen an, auch wenn das Netz ins Stocken kommt. Aber die Zeit läßt sich selten genau festlegen.

Anders als Telefonnetze, die feste Verbindungen zwischen Empfänger und Sender schalten, verschickt das TCP/IP-Protokoll Pakete oder Frames. Router leiten die Datenpakete entsprechend der Zieladresse weiter. Je mehr Router passiert werden, desto länger dauert die Übertragung. Auch die Netzbandbreite zwischen den Routern beeinflußt die Transportgeschwindigkeit.

Internet-Service-Provider sind deshalb bemüht, ihre Backbones über möglichst hohe Übertragungsraten mit den angrenzenden Netzen anderer Anbieter zu verknüpfen (Peering). Dabei versuchen die Netzdesigner, die Anzahl der Hops, also der zwischengeschalteten Router, möglichst gering zu halten.

Service-Provider, die ihr Angebot auf die Bedürfnisse von Firmenkunden ausrichten, gehen auf Nummer Sicher. Sie legen ihre Netze so aus, daß die Grundlast nur einen geringen Prozentsatz der gesamten Bandbreite des Backbones beansprucht. Unerwartete Spitzen lassen sich so abfangen.

Dennoch dürfen nicht alle Kunden gleichzeitig die ihnen zugewiesene Übertragungsrate beanspruchen. Alle Provider überbuchen aus Kostengründen ihre Netze wie die Lufthansa ihre Sitze. Im Gegensatz zur Fluggesellschaft wird aber im Internet niemand ausgeschlossen. Jeder muß jedoch warten, bis seine Daten übertragen werden. Es hängt dann von der Art der Anwendung ab, wie sehr ihn das schmerzt.