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11.10.1996 - 

Neue Strategien für das Multimedia-Zeitalter

Internet-Medienrat als beratendes Organ

Auf seiner konstituierenden Sitzung, die am 24. September 1996 in Bonn stattfand, hat das neue Gremium als quasi erste Amtshandlung - noch vor der Festschreibung einer Geschäftsordnung - eine Resolution verabschiedet. In dem Papier beschreibt der Medienrat seine Motivation und Zielsetzung. Die Initiative zur Gründung geht zurück auf die Provider-Vereinigung ECO e.V. für die endgültige Zusammensetzung des Rates wird eine ausgewogene Mischung aus Dienstleistern, Nutzern, der Wissenschaft und Inhalte-Anbietern angestrebt.

Nachdem sich das Internet längst aus dem akademischen Bereich herausentwickelt habe und nun alle Bereiche der Gesellschaft und insbesondere auch die Arbeitswelt immer stärker durchdringe, werde immer deutlicher, daß das neue Medium "die bisher für unser Gemeinwesen geltenden Regeln auf die Probe" stelle, so die Unterzeichner.

Problematisch sei besonders, daß im weltumspannenden Datennetz nationale Rechtsordnungen und moralische Grundsätze einzelner Kulturkreise nur noch bedingt wirksam seien. Gleichzeitig seien Sanktionen kaum mehr durchsetzbar.

Zwar existiere die unter Internet-Anwendern gewachsene "Netiquette" als Verhaltenskodex für das Miteinander. Diese könne aber nur dann funktionieren, wenn sie von allen Benutzern akzepiert und freiwillig eingehalten werde. Der Medienrat hält es darum für erforderlich, eine neue Strategie mit dem Ziel zu entwickeln, das Internet sozialverträglich in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu will er die Weiterentwicklung durch ausgewogene Empfehlungen und Richtlinien fördern und den Gesetz- und Verordnungsgebern in Deutschland damit beratend zur Seite stehen. Interessierte Kreise und Fachleute hat der Internet-Medienrat ausdrücklich zur Mitarbeit aufgefordert.

Weitere Informationen gibt Rechtsanwalt Michael Schneider, Dickstraße 35, 53773 Hennef, Telefon 02242/9270-0.