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15.11.2002 - 

Telekom will Preise für Nutzung des Ortsnetzes anheben

Internet-Provider drohen mit Tariferhöhung

BONN (CW) - Unternehmen wie Arcor oder AOL ärgern sich über eine drohende Preiserhöhung für die Nutzung des Ortsnetzes der Telekom. Dies würde eine Verteuerung des Internet-Zugangs für ihre Kunden bedeuten.

Seit Jahren liegen die Telekom und ihre Wettbewerber in Sachen Ortsnetznutzung miteinander im Clinch. Die Telekom-Konkurrenten erwarten von dem Bonner Carrier, dass er ihnen die Nutzung der Ortsnetze zum Pauschaltarif erlaubt. Eine entsprechende Vorleistungs-Flatrate ist etwa in Großbritannien üblich.

Hierzulande erhält nach Darstellung der Telekom-Konkurrenten lediglich die Konzerntochter T-Online einen entsprechenden Vorzugspreis, was eine unzulässige Bevorzugung sei. Dieser Sichtweise widerspricht der Bonner Konzern und verweist darauf, dass T-Online im Gegensatz zu den Wettbewerbern ein weiter ausgebautes eigenes Netz betreibt.

Den Telekom-Konkurrenten und ihrer Interessenvertretung VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) sind die geplanten Preiserhöhungen der Telekom vor allem deshalb ein Dorn im Auge, weil der Carrier erst im Oktober vor Gericht erfolgreich die Einführung einer Flatrate für Internet-Service-Provider verhindert hat. Deshalb müssen die Anbieter schmalbandiger Internet-Zugänge für die Nutzung des Ortsnetzes einen minutenabhängigen Obulus an die Telekom bezahlen.

Die Preise für diese Zuführungsleistung will der Bonner Konzern nun zum 1. Dezember um 20 Prozent erhöhen. "40 Millionen potenzielle Internet-Nutzer zahlen die Zeche: Ihnen drohen saftige Preiserhöhungen", wettert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner gegen die Tarifpläne der Telekom. Dies, so Grützner weiter, sei ein Versuch der Telekom, einseitig die Kosten für die alternativen Netzbetreiber in die Höhe zu treiben, während die eigene Tochter T-Online mit Tricks von der Erhöhung verschont würde. (hi)