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28.03.1997 - 

Im Wettbewerb mit Microsoft und Netscape

Internet-Standards sollen IBM an die Spitze bringen

Internet-fähige Software liefert heute fast jedes Unternehmen. IBM allerdings hat den Vorteil, daß es eine große Palette an entsprechenden Programmen vorweisen kann, die zudem für verschiedene Plattformen verfügbar sind. In einem Strategie-Meeting in Somers erläuterten IBMs Software-Verantwortliche IDG-Journalisten Pläne und Positionierung des Unternehmens in diesem Bereich.

Danach will sich IBM auf drei wesentlichen Geschäftsfeldern des Internet-Business der Konkurrenz stellen: Content-Ma- nagement, Zusammenarbeit und Electronic Commerce. Als dominierende Kräfte in diesem Markt machten die Software-Manager Netscape und Microsoft aus, mit denen Big Blue konkurrieren müsse.

Microsoft wurde bereits, so die IBM-Lesart, abgehängt, zumindest was die Portierungsfähigkeit von Programmen angeht. Das Problem mit Active X sei, so Irving Wladawasky-Berger, Verantwortlicher für das Internet-Geschäft, daß Microsoft einen faustischen Pakt mit seinen Anwendern schließen würde: "Akzeptiere meine Standards, aber sie funktionieren nur auf meiner Plattform."

Demgegenüber setze die Gerstner-Company auf Sun und dessen Initiative "100 Prozent reines Java". Damit soll das Versprechen von Java - schreib ein Programm einmal und laß es überall ablaufen - wahr werden. Microsoft steht demnach vor der Gretchen-Frage, ob ein Dialekt von Java durchgesetzt werden kann und wie attraktiv dieser auf die Anwender wirkt.

Sun hat angefangen, mit den ISO-Gremien zusammenzuarbeiten und Java als ANSII-Standard einzuführen. Das wichtigste aber ist, so IBM-Manager Mark Elliott, daß Sun im Gegensatz zu anderen den Software-Entwicklern rechtzeitig Code zur Verfügung stellt. Für die Anwender sei es zudem wichtig, daß sie ihre Applikationen für verschiedene Hardware-Plattformen zur Verfügung hätten.

Im Wettbewerb mit Netscape sieht IBM die Herausforderung, weitere Protokolle zu unterstützen, während Netscape immer neue Funktionen in seine Produkte einbauen müsse. Netscape muß seine Kommunikations-Applikationen von Grund auf neu entwickeln und kann dabei ausschließlich Standards verwenden. IBM geht den Weg, seine vorhandenen Produkte wie Notes und E-Mail-Techniken auf Internet-Standards zu bringen und die entsprechenden Protokolle zu unterstützen. Als Beispiel nannten die IBM-Gurus die zahlreichen Ankündigungen anläßlich der Lotusphere-Messe in Orlando (siehe auch CW Nr. 6 vom 7. Februar 1997, Seite 19: "Lotus öffnet Notes-Client und lockt Mainframe-User").