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04.05.2001 - 

Neue Zahlen zur Web-Nutzung in Deutschland

Internet-Zugang via Breitband liegt im Trend

MÜNCHEN (CW) - Die Web-Nutzung in Deutschland ist in der zweiten Hälfte des letzten Jahres wieder gestiegen - allerdings schwächer als in den Jahren zuvor. Zurzeit nutzen drei Prozent der knapp 25 Millionen Surfer ab 14 Jahre einen breitbandigen Internet-Zugang. Fast ein Drittel will aber über kurz oder lang auf die neue Technik umsteigen.

Einer aktuellen Studie des Münchener Marktforschungsinstituts Infratest Burke zufolge plant fast jeder dritte Internet-Nutzer in Deutschland (30 Prozent) die Anschaffung eines Breitbandzugangs zum Internet. Das entspricht einem Marktpotenzial von rund 7,5 Millionen Kunden. 51 Prozent der Surfer halten diesen Schritt für unwahrscheinlich. 16 Prozent haben sich noch kein Urteil gebildet, und drei Prozent nutzen bereits einen Breitbandzugang.

Im umkämpften Markt der Zugangsanbieter konnten T-Online und AOL Marktanteile zurückgewinnen. Gegenüber Juni 2000 verzeichnet T-Online laut Studie einen Reichweitenzuwachs von 40 auf 46 Prozent. AOL verbesserte sich von 18 auf 21 Prozent. Die Marktanteile der anderen Internet-Service-Provider - etwa Freenet, Comundo oder Compuserve - blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant, was auf einen Trend zur parallelen Nutzung schließen lässt. Microsofts "Internet Explorer" (IE) ist mit 55 Prozent der am häufigsten eingesetzte Browser in Deutschland. Der "Netscape Navigator" kommt mittlerweile nur noch auf 23 Prozent.

Generell hat die private oder geschäftliche Internet-Nutzung in Deutschland um 5,5 Prozent zugenommen - von 23,6 Millionen im Juni auf 24,8 Millionen Surfer im Dezember. In den drei größten westeuropäischen Märkten - Deutschland, Großbritannien und Frankreich - gab es laut Infratest Burke Ende 2000 ingesamt rund 53,5 Millionen Online-Anwender. Auch das sind durchschnittlich nur 6,5 Prozent mehr als im Juni 2000. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres lag die Wachstumsrate in diesen drei Ländern noch bei über 30 Prozent.

Auch der Frauenanteil an den deutschen Web-Nutzern hat der Studie zufolge wieder leicht - von 40 auf 42 Prozent - zugenommen. 31 Prozent der Frauen ab 14 Jahren nutzten zum Befragungszeitpunkt im Dezember privat oder geschäftlich das Internet. Ein Jahr zuvor waren es noch 20 Prozent. Die ältere Generation ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung dagegen nach wie vor unterdurchschnittlich vertreten: Im Dezember waren nur elf Prozent der deutschen Surfer älter als 55 Jahre. Die Senioren weisen nach Ansicht der Marktforscher jedoch das stärkste Wachstumspotenzial auf: Bis zum Jahresende soll ihr Anteil um 42 Prozent zunehmen.

Im Bundesvergleich ist der Verbreitungsgrad in Westdeutschland mit 39,9 Prozent zwar immer noch höher als im Osten (34,8 Prozent). In den neuen Bundesländern stieg die Internet-Nutzung zwischen Juni und Dezember 2000 jedoch um 11,5 Prozent, während sie im Westen im gleichen Zeitraum nur um vier Prozent zugenommen hat.Einer etwa zeitgleich veröffentlichten Studie von AC Nielsen zufolge verfügen 22 Prozent der deutschen Surfer über einen Online-Zugang zu Hause. 28,4 Prozent haben die Möglichkeit, am Arbeitsplatz zu surfen. Vor allem die Zahl der privaten Web-Anschlüsse soll in diesem Jahr noch weiter wachsen.

Abgesehen vom allgemeinen Interesse gehen die deutschen Surfer in erster Linie zum Privatvergnügen online: Auf die Frage von Infratest Burke "Zu welchem Zweck nutzen Sie das Internet am häufigsten?" gaben 60 Prozent freizeitbezogene oder andere persönliche Tätigkeiten an. Die am meisten besuchten Websites sind Suchmaschinen (58 Prozent), Nachrichten (39 Prozent), Shopping-Angebote (36 Prozent), die voreingestellte Startseite des Providers (36 Prozent) und Reisen (35 Prozent).

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich Websites zum Thema Auto. Wie die Marktforscher von Jupiter MMXI herausfanden, haben sich die Reichweiten von Angeboten, die über Autokauf, Reiserouten oder die aktuelle Verkehrslage informieren, von 6,8 auf 15,3 Prozent mehr als verdoppelt.Die Zahl der Online-Shopper ist in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls gestiegen. 5,9 Millionen Deutsche haben laut Infratest Burke zum Befragungszeitpunkt im Dezember in den vorausgangenen vier Wochen ein Produkt oder eine Dienstleistung via Internet bestellt.

Internet-Nutzer-Struktur im Wandel

Aktuelle Nutzer* Dez. ''97 / Dez. ''98 / Dez. ''99 / Dez.''00 / Bevölkerung* / Dez. ''00

Geschlecht : Männer / 68 / 61 / 60 / 58 / 48/ Frauen / 32 / 39 / 40 / 42 / 52Alter : 14 - 17 / 6 / 8 / 8 / 9 / 5/ 18 - 24 / 20 / 19 / 17 / 16 / 9/ 25 - 34 / 36 / 29 / 25 / 22 / 16/ 35 - 44 / 20 / 20 / 24 / 25 / 19/ 45 - 54 / 12 / 14 / 114 / 17 / 14/ 55 + / 6 / 10 / 12 / 11 / 36* in ProzentIn ihrer Struktur gleicht sich die Internet-Gemeinde immer mehr der Bevölkerung in Deutschland an. Nur in der Altersstruktur gibt es noch eine starke Diskrepanz. Die Zahl der älteren Surfer soll jedoch in den kommenden Monaten überproportional steigen. / Quelle: Infratest Burke

Abb: Anteil der ISPs: Top Ten

T-Online und AOL haben zwischen Juni und Dezember letzten Jahres Marktanteile hinzugewonnen. Bei den kleineren ISPs blieb die Situation weitgehend konstant. Quelle: Infratest Burke Incom GmbH