Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.10.1989 - 

Multi-Vendor-Netze als größter Wachstumsfaktor

Interoperabilität birgt große Chancen

20.10.1989

MOUNTAIN VIEW (CW) - Multi-Vendor-Netze werden für Hersteller und Anwender immer wichtiger. Sie könnten zum größten einzelnen Wachstumsfaktor in der Computerindustrie werden. 65 Prozent der amerikanischen Großunternehmen, so das Ergebnis einer Studie - setzen bereits heute auf herstellerunabhängige Rechnerkommunikation.

Systemintegration ist als Schlagwort in aller Munde. Eine vom amerikanischen Beratungsunternehmen und Netzwerkpropagandisten Advanced Computer Environment (A.C.E.) gesponserte IDG-Studie kam zu dem Ergebnis, daß 65 Prozent der befragten Unternehmen bereits Multi-Ventor-Netzwerke, zumindest als Pilotprojekt implementiert haben. Von denjenigen, die noch nicht mit herstellerübergreifenden Netzen arbeiten würden, planten mehr als ein Drittel die Einführung von Multi-Vendor-Netzen innerhalb der nächsten zwei Jahre. Über die Hälfte aller Befragten, so die Studie weiter, glauben, daß systemübergreifende Netze zur Produktivitätssteigerung beitragen würden.

"Bei uns finden sie Computer von fast jedem Hersteller, behauptet Dave Borlin, Direktor Information Ressource Management beim Flugzeugbauer Mc Donnell Douglas. "Selbst wenn wir uns auf wenige Hersteller beschränken würden, könnten wir nicht den Rest der Welt kontrollieren." Denn als ein Luftfahrt-Unternehmen arbeite man ständig mit der Regierung zusammen und habe oft andere Hersteller als Partner. Das hat laut Brolin einen riesigen Datenfluß zur Folge, der zwischen unterschiedlichen Rechnern ausgetauscht werden müsse.

Nicht nur bei McDonnell Douglas wird interoperativen Netzen eine enorme Bedeutung zugernessen. 70 Prozent der Unternehmen, die bereits Multi-Vendor-Anwender sind, betrachten sie als "sehr wichtig" für ihre heutige Informations-Management-Strategie. 89 Prozent der Befragten erwarten zudem, daß in den nächsten zwei bis fünf Jahren zumindest die Hälfte dir in ihren Unternehmen eingesetzten Rechner in Multi-Vendor-Netzen arbeiten werden.

Computerhersteller wittern große Chancen. "Der phänomenale Erfolg von Unternehmen wie Sun Microsystems, die schon seit Jahren offene Netze propagieren, läßt die anderen Hersteller aufhorchen", berichtet A.C.E President David Lynch.

Sogar wenn Neuankündigungen scheinbar in eine andere Richtung wiesen, so Lynch weiter sei Interoperabilität ein Thema. Zum Beispiel warfen Konkurrenten IBM nach Ankündigung von office-Vision mangelnde Unterstützung von Multi-Vendor-Umgebungen vor. "Mit anderen Worten", schließt Lynch, "lnteroperabilität ist im Moment das wichtigste Branchenthema."