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09.11.2001 - 

Schleppendes Geschäft mit Softwarelizenzen

Intershop verfehlt Gewinnziel

MÜNCHEN (CW) - Die Intershop Communications AG hat den Termin für das Erreichen der Gewinnzone erneut nach hinten verschoben. Nach hohen Verlusten und Umsatzeinbußen rechnet der E-Commerce-Softwareanbieter jetzt erst in der zweiten Jahreshälfte 2002 mit dem Breakeven.

Das Ziel, im laufenden Geschäftsjahr 80 Millionen Euro zu erwirtschaften, ist laut Vorstand Wilfried Beeck unrealistisch geworden. Im dritten Quartal, das am 30. September zu Ende ging, lag der Umsatz nur bei 14,7 Millionen Euro. Das sind 58 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem das Unternehmen noch 22 Millionen Euro eingenommen hatte. Analysten waren von 18,54 Millionen Euro ausgegangen.

Vor allem aber die hohen Defizite machen dem einstigen Vorzeigeunternehmen der New Economy zu schaffen: Mit 44,2 Millionen Euro erhöhte sich der Nettoverlust im dritten Geschäftsquartal um 350 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem Intershop noch mit 9,8 Millionen Euro in den roten Zahlen war. Das operative Defizit stieg von 9,2 auf 45,8 Millionen Euro an. Damit kann Intershop sein erklärtes Ziel, noch in diesem Geschäftsjahr schwarze Zahlen zu schreiben, nicht mehr erreichen.

Der Vorstandsvorsitzende Stephan Schambach begründete die schlechten Zahlen vor allem mit der andauernden Zurückhaltung bei den Investitionen in E-Business-Projekte. Von den 14,7 Millionen Umsatz entfallen lediglich 2,8 Millionen auf Softwarelizenzen. Den Rest erwirtschaftete die in Hamburg und Jena ansässige Softwareschmiede mit Beratungsleistungen, die jedoch weit weniger Geld einbringen. Laut Ansicht von Norbert Loeken, Analyst bei der West LB Panmure, wird sich Intershop daher "schwer tun, profitabel zu werden".

Belastet wurde das jüngste Ergebnis zudem durch einmalige Abschreibungen in Höhe von 21,1 Millionen Euro, von denen 18,6 Millionen Euro auf die Folgen der Restrukturierungsmaßnahmen entfielen. Anfang Oktober hatte Intershop angekündigt, 400 Mitarbeiter - das entspricht rund 25 Prozent seiner Belegschaft - zu entlassen. (sp)