Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.09.1992 - 

Durch Sapiens-Beitritt bleibt es bei sieben Mitgliedern

Intersolv sieht keinen Sinn mehr in der AD/Cycle-Allianz mit IBM

MÜNCHEN (qua) - Die Intersolv Inc. hat der "International Alliance for AD/Cycle" den Rücken gekehrt. Als Begründung führt der in Rockville, Maryland, heimische CASE-Anbieter an, die Entwicklungspartnerschaft mit der IBM habe mehr gekostet als eingebracht. Das hielt die Sapiens International Corp. aus Cary, North Carolina, nicht ab, jetzt der AD/Cycle-Allianz beizutreten.

"Wir sind der Ansicht, daß die Mitgliedschaft in der International Alliance diesen Preis nicht wert ist, resümiert Dieter Koderisch, Geschäftsführer der Münchner Intersolv GmbH. Darüber, wie sich die IBM den Zugriff auf ihre Laborinformationen konkret vergüten läßt, schweigen beide Seiten. Immerhin bestätigt der für Anwendungen und Architekturen zuständige IBM-Direktor Peter Kirn, daß die Mitgliedschaft in der AD/Cycle-Allianz keineswegs kostenlos ist. Und Intersolv-CEO Kevin Burns beklagte gegenüber der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" Umsatzeinbußen in Höhe von sechs Millionen Dollar, die ihn die enge Partnerschaft mit der IBM gekostet habe.

Als die deutsche und die britische Intersolv-Niederlassung Anfang dieses Jahres ihre Marketing-Verträge mit den lokalen IBM-Gesellschaften aufkündigten, zog die Branche bereits das Ende der Entwicklungspartnerschaft zwischen den Unternehmen ins Kalkül (siehe CW Nr. 13 vom 27. März 1992, Seite 15: "AD/Cycle: IBM im Clinch mit Intersolv und Bachman"). Koderisch dementierte dieses Gerücht damals entschieden.

Wie der deutsche Geschäftsführer jetzt einräumt, hatte Intersolv gehofft, mit IBM einen Vertrag zu denselben Bedingungen zu schließen, die Legent kürzlich aushandeln konnte (siehe CW Nr. 29 vom 17. Juli 1992, Seite 11: "IBM räumt Systemview-Partner Legent Sonderkonditionen ein"). Darauf habe sich die IBM in diesem Fall allerdings nicht einlassen wollen.

Laut Kirn trägt Intersolv zumindest einen Teil der Schuld am Scheitern der Partnerschaft. Beispielsweise habe sich der CASE-Anbieter zuviel Zeit die Anpassung seiner Produkte an das für AD/Cycle auserkorene Front-end-Betriebssystem OS/2 gelassen.

Dafür, daß die Zahl der Alliance-Partner auch nach dem Ausscheiden von Intersolv konstant bleibt, sorgt Sapiens International. Der Anbieter des objekt- und regelbasierten Anwendungs-Entwicklungssystems "Sapiens" ist das jüngste Mitglied der International Alliance for AD/Cycle, der außerdem Digitalk, Microfocus, Synon und Viasoft sowie nach wie vor Bachman und Knowledgeware angehören.