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03.03.2008

INTERVIEW/EADS sieht gute Chancen bei weiteren US-Ausschreibungen

(Wiederholung vom Sonntag) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES AMSTERDAM (Dow Jones)--Louis Gallois, CEO bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, ist für weitere Ausschreibungen in den USA nach dem Tankerauftrag der US Air Force zuversichtlich. "Es ist klar, dass wir mit dem jetzt erhaltenen Auftrag einen Fuß in die Tür gesetzt haben", sagte er am Samstag Dow Jones Newswires. Er sehe nun gute Chancen bei den weiteren Ausschreibungen, vor allem bei den noch folgenden Tranchen für die Lieferung von Tankflugzeugen.

(Wiederholung vom Sonntag) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES AMSTERDAM (Dow Jones)--Louis Gallois, CEO bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, ist für weitere Ausschreibungen in den USA nach dem Tankerauftrag der US Air Force zuversichtlich. "Es ist klar, dass wir mit dem jetzt erhaltenen Auftrag einen Fuß in die Tür gesetzt haben", sagte er am Samstag Dow Jones Newswires. Er sehe nun gute Chancen bei den weiteren Ausschreibungen, vor allem bei den noch folgenden Tranchen für die Lieferung von Tankflugzeugen.

Die US-Luftstreitkräfte hatten am Freitag Northrop Grumman den hart umkämpften Auftrag zur Lieferung von 179 Tankflugzeugen erteilt. EADS ist als Hauptauftragnehmer des US-Konzerns für die Lieferung der Flugzeuge und für das Betankungssystems zuständig. Auch Boeing hatte sich um diesen Auftrag beworben.

Gallois zeigte sich sehr glücklich über diesen Erfolg. "Es ist ein Erfolg für alle Beteiligten", sagte er. EADS hatte vor einigen Wochen erklärt, dass der Konzern im Fall eines positiven Zuschlags eine Flugzeugfabrik im US-Bundesstaat Alabama bauen wollte.

Eine Fabrikation in den USA scheint für den Konzern aus zwei Gründen nötig zu sein: Zum einen kann damit das Wechselkursrisiko ausgeschaltet werden. Zum anderen ist die US-Fabrikation ein politisches Argument, dabei geht es sowohl um Arbeitsplätze als auch um Bedenken der US-Streitkräfte, schließlich handelt es sich um strategisch wichtiges militärisches Gerät.

"Ich sehe beim Bau dieses Werkes keinerlei Probleme", sagte der CEO Dow Jones Newswires weiter. EADS sei ja bereits mit einer Entwicklungseinheit vor Ort und stoße dort auf sehr gute Resonanz. Die Endmontagelinie wird seiner Einschätzung nach 2009 bzw. 2010 den Betrieb aufnehmen. In dem neuen Werk sollen zudem zivile Airbus-Frachter des Typs A330 gebaut werden. Damit will EADS die Auslastung des Werkes garantieren und eine hohe Produktivität erreichen.

Die ersten vier Flugzeuge, die EADS den Auftragsbedingungen zufolge für Systemdesign- und Entwicklungszwecke an Northrop Grumman liefern wird, werden aber nicht in den USA gebaut. "Sie werden in Europa produziert und sind bereits in Arbeit", sagte der CEO. Ihre Auslieferung sei vom kommenden Jahr an geplant.

Der Auftrag für die US Air Force hat laut EADS ein Volumen von bis zu 40 Mrd USD. "Davon entfällt rund die Hälfte auf EADS", sagte Gallois. Die andere Hälfte gehe an Northrop Grumman und andere Beteiligte. Wie viel Gewinn der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern damit generiert, sagte der CEO aber nicht. "Das geben wir nicht bekannt", sagte er weiter. Es sei aber auch jeden Fall ein gewinnbringender Auftrag. Der Auftrag für die ersten vier Flugzeuge hat ein Gesamtvolumen von 1,5 Mrd USD.

Das Auswahlverfahren hat sich mehrere Jahre hingezogen. EADS hatte mit Blick auf den Wettbewerber Boeing immer wieder darauf verwiesen, dass der europäische Konzern das "bessere" Flugzeug anbiete, das zudem auch noch mehr Fähigkeiten habe als in der Ausschreibung gefordert.

Das neue Flugzeug erhält den weiteren Angaben von EADS zufolge von der US-Luftwaffe die Bezeichnung KC-45A. Die militärische Variante des zugrunde liegenden Airbus A330 sei bereits von Australien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Großbritannien ausgewählt worden, hieß es weiter.

Gallois sagte, dass die Auftragsvergabe für EADS ein Quantensprung für die Stellung im amerikanischen Verteidigungsgeschäft sei. Das Management komme damit seinen strategischen Zielen einen großen Schritt weiter. Diese Ziele seien zum einen eine verstärkte industrielle Präsenz in Schlüsselmärkten und zum anderen das Gleichgewicht zwischen zivilem und militärischem Portefolio.

Webseite: http://www.eads.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/cbr

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