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05.11.2009

INTERVIEW/Gildemeister droht wegen Gewinnrückgang Covenant-Bruch

Von Matthias Karpstein

Von Matthias Karpstein

DOW JONES NEWSWIRES

BIELEFELD (Dow Jones)--Dem Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister droht der Bruch einer Kreditklausel. "Ein Covenant-Bruch bezüglich unseres Gewinns ist möglich", sagte Vorstandsvorsitzender Rüdiger Kapitza am Donnerstag im Interview mit Dow Jones Newswires.

Sollte es zu einem Bruch der Kreditklausel kommen, wäre dies nach Ansicht von Kapitza "für Gildemeister nicht tragisch für die nächsten Jahre". Der MDAX-Konzern sei in laufenden Verhandlungen mit seinen Banken, die mittelfristige Finanzierung ist laut Kapitza sichergestellt. Gildemeister werde im kommenden Jahr "keine Kapitalmarktprodukte in Anspruch nehmen", fügte der Vorstandsvorsitzende hinzu.

Neben einem deutlichen Rückgang bei Umsatz und Auftragseingang im dritten Quartal hat die Gildemeister AG am Donnerstag zum ersten Mal seit dem dritten Quartal 2002 ein negatives EBIT berichtet. Im Gesamtjahr soll auf EBIT-Basis aber wieder ein Gewinn geschrieben werden. Der Werkzeugmaschinenhersteller wolle 2009 mit einer "schwarzen Null" abschließen, hieß es.

Kapitza erläuterte im Interview, dass er nicht nur ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) anstrebe, sondern auch ein positives Vorsteuerergebnis erreichen wolle. "Aber dieses Ziel ist ambitioniert", sagte er.

Im vierten Quartal rechnet Kapitza mit einer Erholung bei den Neuaufträgen. Über alle drei Segmente hinweg könnte der Auftragseingang nach seinen Worten über 400 Mio EUR erreichen. Davon würden rund 250 Mio EUR auf die Segmente Werkzeugmaschinen und Services entfallen, weitere 150 Mio EUR könnten in der Solartechnik hinzukommen. Hier sei allerdings noch unklar, ob ein Auftrag aus Italien über 50 Mio EUR noch im vierten Quartal 2009 oder erst im Auftaktquartal 2010 abgeschlossen werden könne, sagte Kapitza.

Im laufenden Jahr werde der Konzern sein Sparziel von 150 Mio EUR erreichen, angehoben werden soll es laut Kapitza aber nicht. Für das nächste Jahr rechnet er mit einer langsamen Erholung: "Die Wolken hellen sich auf", sagte Kapitza. Beim Auftragseingang geht der Vorstandsvorsitzende für 2010 weiterhin davon aus, 1,2 Mrd EUR erreichen zu können. "Oder darüber", fügte er hinzu.

Der Umsatz für das Gesamtgeschäft soll auf dem Niveau von 2009 liegen. Bei den Werkzeugmaschinen werde 2010 im Vergleich zu 2009 zwar ein Auftragspolster von 100 Mio EUR fehlen, die Segmente Services und Solartechnik sollen diese Lücke aber schließen. "Ich hoffe, dass wir den Ausgleich schaffen und vielleicht sogar mehr Umsatz als 2009 erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Webseite: www.gildemeister.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/brb

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