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11.07.1997 - 

IT-Controlling

Interview mit Ragnar Nilsson,

CW: Was hat der Controller in Zukunft mit IT zu tun?

Nilsson: Erstens muß er eine Technologie auf ihr Potential hin bewerten können. Dabei folgt er der Prämisse, daß sich eine Investition nicht immer sofort rechnet, aber als strategisch neuer Ansatz für das eigene Geschäft in Frage kommt. Zweitens ist er Promotor dieser Entwicklung, denn wir wissen, daß der DV-Fachmann allein damit überfordert wäre. Was in den Kontext einer Gesamtstrategie gehört, muß der Controller erkennen und in Bewegung setzen.

CW: Künftig soll das Topmanagement IT-Projekte unterstützen und vorantreiben. Kann das auch ein Controller tun?

Nilsson: Der Controller ist, wie gesagt, Promotor. Zwar kann ein DV-Chef etwas zu Internet-Technologien sagen, aber ihm wird es möglicherweise nicht gelingen, die Verbindungen etwa zum Absatzkanal herzustellen. Hier ist der Controller als Katalysator gefordert. Er muß erkennen, daß Technologie ein entscheidendes Scharnier zum Kunden sein kann. Er sorgt dafür, daß sich DV-Management und andere Verantwortungsträger zusammensetzen.

CW: Bisher finden Kontakte zwischen DV und Controlling erst dann statt, wenn der Controller einen Auswertungsauftrag erteilt oder wenn er ein technisches Problem lösen will. Die DV wird als Dienstleister herangezogen?

Nilsson: Ein weiterer Aspekt des Kontakts ist, daß wir Controller immer wieder behaupten: "Die DV ist eh zu teuer." Vorausgesetzt, die Investitionen in die DV-Infrastruktur zählen zu den wichtigsten Eckpfeilern in Unternehmen, dann befassen sich Controller und Topmanagement heute noch zuwenig mit den Chancen und Risiken der IT. Ein klassischer Controller, der auf das ganze betriebswirtschaftliche Repertoire zurückgreift, hat eher eine Barriere gegenüber DV-technischen Gesichtspunkten. Doch eine neue Generation wächst heran. Jüngeren Managern und Controllern steckt der PC bereits "im Blut".

CW: Gehen DV und Controlling künftig mehr aufeinander zu?

Nilsson: Der moderne Controller ist nicht mehr der klassische Buchhalter. Trotzdem machen Manager, Controller und andere unverändert einen großen Bogen um die DV, die ihrerseits ein Image- und Generationsproblem hat. Das wird sich jedoch bald ändern.