Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

INTERVIEW/NDS sieht großes Wachstum auf deutschem Pay-TV-Markt

03.12.2008
Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Der weltgrößte Anbieter von TV-Verschlüsselungssystemen, die NDS Group plc sieht in den kommenden Jahren ein großes Wachstumspotenzial auf dem deutschen Markt für Bezahlfernsehen. "Deutschland ist neben Indien der momentan wichtigste Wachstumsmarkt für uns", sagte NDS-CEO und Chairman Abe Peled in einem Interview am Dienstagabend zu Dow Jones Newswires.

Peled verwies darauf, dass die Marktdurchdringung mit Pay-TV in Deutschland rund dreimal niedriger als in anderen europäischen Ländern liege. Der NDS-Manager geht davon aus, dass sich Deutschland hier in den kommenden Jahren einer Marktdurchdringungsrate von 30% bis 40%, wie sie in anderen Ländern üblich sei, annähern werde. Angesichts des erwarteten Wachstums habe NDS nun auch in Unterföhring eine Deutschland-Niederlassung eröffnet, um näher an ihren Kunden zu sein.

In den vergangenen Jahren habe es auf dem deutschen Bezahlfernseh-Markt eine Reihe von "Komplikationen" gegeben, derzeit sehe es aber danach aus, dass einige der Probleme in den kommenden Jahren gelöst werden könnten, sagte Peled am Rande der Eröffnungsfeier für die Deutschland-Dependance.

Der NDS-Vorstand rechnet mit einem Wachstumsschub für digitales Kabelfernsehen aufgrund der zunehmend erfolgreichen Konsolidierung der historisch stark fragmentierten Kabelnetze.

Die ursprünglich zersplitterten Besitz- und Betreiberverhältnisse im deutschen Kabel hätten als Wachstumsbremse für die Entwicklung des Digitalmarktes gewirkt und auch den Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel, Satelliten und anderen digitalen Plattformen behindert.

Auch die personellen Veränderungen beim größten deutschen Pay-TV-Sender Premiere dürften sich positiv auf die Entwicklung des deutschen Bezahlfernsehmarkts auswirken, so Peled.

Anfang Oktober hatte der zuvor bei News Corp und deren Tochter Sky Italia tätige Manager Mark Williams den Vorstandsvorsitz bei Premiere übernommen. Innerhalb weniger Wochen wurde daraufhin nahezu der komplette Vorstand inklusive der Finanz- sowie Marketing- und Programm-Vorstände ausgewechselt.

Peled hofft darauf, dass Premiere unter neuer Leitung künftig auch mit den Kabelnetzbetreibern gemeinsam den digitalen Pay-TV-Markt entwickeln könne. Tiefergehende Kooperationen waren bislang unter anderem an unterschiedlichen technischen Vorstellungen der Beteiligten sowie auch an Bedenken des Bundeskartellamts gescheitert. In Deutschland wären die vier großen Kabelnetzbetreiber Unity Media, Kabel Deutschland, Tele Columbus und Kabel Baden-Württemberg potentielle Vermarktungspartner für Premiere.

News Corp, zu der auch Dow Jones Newswires gehört, hält einen Anteil von 25,01% an Premiere und ist auch mehrheitlich an NDS beteiligt.

News Corp hatte gemeinsam mit der Beteiligungsgesellschaft Permira Ende Juni angekündigt, NDS von der Börse nehmen zu wollen. Derzeit sind die American Deposit Shares (ADS) von NDS an der Nasdaq notiert. Am Ende der komplizierten Transaktion sollen Permira 51% und News Corp 49% an NDS halten. Die Transaktion mit einem Volumen von insgesamt rund 3,6 Mrd USD ist bislang noch nicht abgeschlossen.

Trotz der jüngsten Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten rechnet NDS-CEO Peled weiterhin mit einem erfolgreichen Abschluss der Transaktion. Das Closing erwarte er für Ende Januar 2009. Die Beteiligten hatten bei der Ankündigung der Transaktion einen Abschluss Ende 2008 oder Anfang 2009 in Aussicht gestellt. Die Finanzierung der Transaktion hatten die US-Banken JP Morgan und Morgan Stanley zugesagt.

Webseiten: http://www.nds.com http://www.premiere.de - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/kgb/jhe

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.