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21.01.2010

INTERVIEW/Pfeiffer Vacuum will weiter zukaufen

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Übernahme der Trinos Vakuum-Systeme GmbH im Dezember will die Pfeiffer Vacuum Technology AG auch weiter zukaufen. "Wir haben noch Reserven, und es ist unser erklärtes Ziel, das zu tun", sagte Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender des TecDAX-Konzerns, am Mittwochabend im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Mögliche Akquisitionen will das Unternehmen mit Bedacht tätigen. "Wir schauen uns um", so der Manager. Zukäufe "mit Gewalt" werde es aber nicht geben.

Im Dezember hatte der hessische Vakuumtechnikspezialist die in Göttingen ansässige Trinos Vakuum-Systeme GmbH übernommen. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Trinos beschäftigt etwa 140 Mitarbeiter und erlöste 2008 rund 18 Mio EUR.

Mit dieser Übernahme sei das Produktportfolio erweitert worden, erklärte Bender am Mittwoch. "Bisher waren wir vor allem ein Pumpenproduzent". Nun könnten umfassendere Lösungen für Pumpenanwendungen angeboten werden. "Die Produkte ergänzen sich hervorragend". Das Risiko der Transaktion bezeichnete Bender als "verdaubar". Denn die Übernahme sei aus dem Cashflow finanziert worden. Auch mögliche weitere Akquisitionen sollen nach Aussage des Managers dem Ziel dienen, das Portfolio von Pfeiffer Vacuum zu erweitern.

Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des im hessischen Asslar ansässige Vakuumspezialisten weiter zurückhaltend. Zwar habe sich der Eindruck bestätigt, dass der Tiefpunkt der Auswirkungen der Wirtschaftskrise mit dem ersten Halbjahr 2009 überwunden worden sei. Ein Rückschlag sei dennoch stets möglich, so Bender: "Ich gewinne aber an Zuversicht".

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 rechnet Pfeiffer Vaccum im schlimmsten Fall mit einem Umsatzminus von bis 10% bis 15% und einer Vorsteuermarge von über 20%. Ob diese - "mit Bedacht formulierten" - Ziele erreicht wurden, wollte Bender zwar nicht sagen. Der Vorstandsvorsitzende verwies aber darauf, dass die Prognose nicht gekappt worden sei. 2008 hatte die Pfeiffer Vacuum Technology AG bei Einnahmen von gut 198 Mio EUR eine EBIT-Marge von 26,0% erwirtschaftet.

Auch was die Erwartungen für 2010 angeht, wurde der Manager wenig konkret: "2010 wird sicherlich kein leichtes Jahr werden". Ausschlaggebend für die Entwicklungsrichtung des eigenen Geschäfts sei letztlich, ob und wann die Kunden aus den unterschiedlichen Segmenten wieder in nennenswerten Umfang investierten. Um das zu beurteilen, sei es heute aber noch zu früh.

Trotz des schwierigen Jahres wird Pfeiffer Vacuum wohl auch für 2009 wieder eine Dividende zahlen. "Unser Anspruch ist es, unseren Aktionären eine angemessene und faire Verzinsung zu bieten", so Bender. Wie hoch die Dividende ausfallen werde, hänge letztlich vom erzielten Ergebnis ab. Das schwierige Umfeld spiele bei den Überlegungenen sicherlich eine Rolle.

In den vergangenen Jahren schüttete das Unternehmen etwa drei Viertel des Nettogewinns aus. 2008 waren das 3,35 EUR je Aktie. Ob die Ausschüttungsquote für das vergangene Jahr auch wieder bei etwa 75% liegen werde, sei "noch relativ offen", so Bender.

Webseite: www.pfeiffer-vacuum.de - Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/kla Dow Jones Newswires

January 21, 2010 02:02 ET (07:02 GMT)