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19.04.2007

INTERVIEW/Premiere-Vermarktungsstopp verschiebt arena-Breakeven

Von Archibald Preuschat

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Bundesliga-Sender arena wird in diesem Jahr nicht in die Gewinnzone kommen. "Der operative Break-Even wird sich verzögern", sagte Parm Sandhu, CEO der Muttergesellschaft Unity Media, am Donnerstag in einem Interview mit Dow Jones Newswires, nannte aber keine neue Prognose.

Noch im Februar hatte Sandhu den operativen Break-Even für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Damals hatte der zweitgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber ein umfangreiches Vermarktungsabkommen mit dem Bezahlfernsehsender Premiere geschlossen. Es sah unter anderem vor, dass die Premiere AG das arena-Angebot über Satellit vermarktet.

Eben dieser Teil der Kooperation ist nach Gesprächen der beteiligten Unternehmen mit dem Bundeskartellamt am Mittwoch aber ausgesetzt worden. Seitdem wird über die Art der Bedenken gegen die Kooperation spekuliert. "Die finanzielle Beteiligung, die Unity Media an Premiere erworben hat, ist wohl nicht das Hauptproblem", sagte Sandhu im Interview mit dieser Nachrichtenagentur. Er wollte aber keine weiteren Einzelheiten mitteilen, "weil wir die Meinung des Kartellamtes auch noch nicht vollständig kennen".

Sandhu betonte, dass Unity Media voll mit dem Kartellamt kooperiere und gemeinsam mit Premiere an einer Lösung arbeite, um die Bedenken der Bonner Behörde gegen die Kooperation auszuräumen. "Es ist nur natürlich, dass sich das Kartellamt eine solche Vereinbarung sehr genau anschaut. Für den Fall, dass es die Kooperation mit Premiere vollständig kippt, gibt es verschiedene Optionen", sagte Sandhu.

Ob die vollständige Übertragung der Bundesliga-Rechte an Premiere auch eine solche Option sei, ließ Sandhu offen. "Das gleitet in den Bereich der Spekulation ab", sagte er. Der CEO von Unity Media hält die getroffene Vereinbarung nach wie vor für eine Win-Win-Situation.

arena zählte per Ende März 1,1 Mio Kunden, 5,9% mehr als drei Monate zuvor. In diesen Zahlen sind die Kunden, die Premiere im Zuge der Satelliten-Vermarktung gewonnen hat, aber noch nicht enthalten. "Premiere hat sie uns noch nicht mitgeteilt", sagte Sandhu, geht aber von "ein paar 100.000" aus.

Der Unity Media-CEO sieht den Bundesliga-Sender nach wie vor als "wichtiges Asset" für den Kabelnetzbetreiber. "Im vergangenen Jahr hat arena auf 12 Monate hochgerechnet mit 200 Mio EUR zum Gesamtumsatz von 870 Mio EUR beigetragen", sagte Sandhu. "Wir haben nachgewiesen, dass die Triple-Play-Strategie aufgeht und wir für den Kampf der Plattformen gerüstet sind."

Unity Media bietet einem Teil ihrer Kunden nicht nur TV, sondern auch Internet und Telefonie über das Kabel. Ein ähnliches Angebot offeriert die Deutsche Telekom über schnelle Breitbandverbindungen.

Webseite: http://www.unitymedia.de

-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,

archibald.preuschat@dowjones.com

DJG/apr/mim

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