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24.06.2009

INTERVIEW/RWE: Desertec soll vorrangig Strom für Afrika liefern

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN (Dow Jones)--Das Projekt Desertec soll nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden der RWE Innogy, dem Geschäftsbereich für Erneuerbare Energien der RWE AG, in erster Linie afrikanischen Staaten Energie liefern und nur zweitrangig Energie für den Export nach Europa bereitstellen. "In erster Linie aber muss es Ziel sein, mit Solarthermie vor Ort - d.h. in Ländern wie Ägypten, Marokko, Tunesien oder Algerien - die Menschen mit Strom zu versorgen. Erst wenn darüber hinaus Erzeugungskapazitäten übrig sind, können wir an den Export nach Europa oder Deutschland denken", sagte Fritz Vahrenholt am Mittwoch in einem Interview mit Dow Jones Newswires am Rande einer Konferenz in Berlin.

Er bezeichnete Desertec, ein Projekt eines deutschen Konsortiums zum Bau von Solarkraftwerken in Nordafrika, zwar als sehr interessant, es sei jedoch im jetzigen Stadium vor allem ein Forschungsprojekt. "Zusammen mit unseren Partnern wollen wir in den nächsten Jahren die technische, politische und wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts ausloten", sagte der Manager. Insgesamt sei ein Budget von etwa 1 Mio EUR pro Jahr in den kommenden drei Jahren vorgesehen, um die Machbarkeit des Projekts festzustellen, sagte Vahrenholt.

In der vergangenen Woche hatte die Münchener Rück AG angekündigt, sie wolle mit einer Gruppe weiterer Unternehmen, darunter auch Siemens und die Deutsche Bank, am 13. Juli die Machbarkeit des Projekts diskutieren. Auch die E.ON AG und ABB Ltd gehören dem Projekt bislang an.

Desertec geht zurück auf eine Initiative des Club of Rome, der in einer jüngst veröffentlichten Studie ein Volumen von rund 400 Mio EUR als notwendig erachtete, um 15% des europäischen Strombedarfs mit Sonnenenergie abdecken zu können.

Demnach würden für die Kraftwerke auf rund 17.000 Quadratkilometern 350 Mio EUR benötigt und weitere 50 Mio EUR für die Hochspannungsübertragung von Nordafrika nach Europa.

Solarthermie in Nordafrika und Spanien sei für RWE zwar sehr spannend, aber der Fokus von RWE Innogy liege vor allem auf Investitionen in Europa, wo es darum gehe, die Kohlendioxid-Emissionen des Konzerns jährlich um 7 Mio Tonnen bis zum Jahr 2010 zu reduzieren. "Hierfür investieren wir jährlich rund 1 Mrd EUR", sagte der Manager.

Er fügte hinzu, RWE Innogy verfolge neben Desertec auch andere Solarthermie-Projekte, wollte diese aber nicht näher ausführen.

Webseiten: http://www.rwe.com http://www.rweinnogy.com http://www.desertec.org -Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires; +49 69 29 725 503; jan.hromadko@dowjones.com DJG/DJN/mak/bam Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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