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28.08.2008

INTERVIEW/Siemens will vom Boom in Öl- und Gasindustrie profitieren

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

Von Jan Hromadko DOW JONES NEWSWIRES

STAVANGER (Dow Jones)--Technologieunternehmen wie die Siemens AG positionieren sich, um vom Boom der Öl- und Gasindustrie geschäftlich profitieren zu können. Sie bieten den Förderunternehmen Technologie und Dienstleistungen zur Steigerung der Produktion von Rohöl und Erdgas sowie Reduzierung der Betriebskosten. Angsichts der gestiegenen Ölpreise haben die Ölförderer und -verarbeiter höhere Anreize, in kostenintensivere Technologien zu investieren, mit denen sie ihre Fördermengen erhöhen können.

Die Nachfrage nach solchen Technologien sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, sagte der CEO der Siemens-Division Oil & Gas, Frank Stieler, in einem Interview mit Dow Jones am Rande einer Nordseekonferenz für den Energiesektor in Norwegen.

Der Öl- und Gasmarkt sei in den vergangenen Jahren im Schnitt um rund 6% gewachsen, sagte Stieler. Die Öl- und Gassparte von Siemens sei im gleichen Zeitraum doppelt so schnell gewachsen. "Dieses Wachstumstempo wollen wir beibehalten", fügte der CEO hinzu.

Unternehmen suchten nach Wegen, ihre Ausbeute und somit Gewinne zu steigern. Dies gelte vor allem für Bereiche mit reifen Öl- und Gasfeldern. Solche Technologien umfassten etwa das Einspritzen von Gas mit hohem Druck in Ölvorräte, um die Depots buchstäblich aus dem Boden schießen zu lassen.

In Bereichen, wo Öl sehr dickflüssig und damit schwer zu fördern ist, kann ebenfalls heißer Dampf eingeleitet werden, um die Zähflüssigkeit zu mindern und den Output zu erhöhen. Durchschnittlich könnten 40% bis 50% der Öl- und Gasvorkommen rückgewonnen werden, sagte Stieler. Derzeit trage die Technologie von Siemens zu einer Erhöhung der Rückgewinnungsquote um 5% bis 10% bei. Doch könne die Quote durchaus noch weiter erhöht werden.

Ein anderes Wachstumsfeld für Siemens seien Technologien mit denen die Energieeffizienz der Branche verbessert werden könne. Diese konsumiere bis zu 20% ihrer Produktion in ihren eigenen Prozessen und sei damit die energieintensivste Industrie mit einem entsprechenden Kohlendioxid-Ausstoß. Mit neuen Techniken könnte der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich verbessert werden, so Stieler.

Die Division Oil & Gas wurde im Zuge der Neuaustellung des Siemens-Kerngeschäfts in die drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare aus dem Geschäftsbereich Industrial Solutions & Services herausgelöst und als eigenständige Division dem Energy-Sektor zugeordnet.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 erzielte die Sparte Oil & Gas einen Umsatz von 2,8 Mrd EUR, was einem Plus von 21% entspricht. Der Auftragseingang lag mit rund 4,5 Mrd EUR etwa 28% über dem Vorjahreswert.

Webseite: http://www.siemens.com - Von Jan Hromadko, Dow Jones Newswires; +49 69 29 725 503; jan.hromadko@dowjones.com DJN/DJG/pal/abe/kla

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